Vergleich der Kombination Sitagliptin plus Metformin mit Glimepirid plus Metformin

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat zuletzt 2018 bewertet, ob Sitagliptin (Handelsname Januvia oder Xelevia) Vor- oder Nachteile für Erwachsene mit Typ-2-Diabetes mellitus im Vergleich zu den bewährten Standardtherapien hat.

Für den Vergleich der Kombination aus Sitagliptin plus Metformin mit der Kombination Glimepirid plus Metformin lagen die Ergebnisse zweier Studien vor. Für die Bewertung wurde insbesondere die Studie mit der längeren Dauer herangezogen.

Welche Vorteile hat Sitagliptin plus Metformin?

  • Symptomatische Unterzuckerungen: Die Studie deutet darauf hin, dass bei der Behandlung mit Sitagliptin plus Metformin seltener symptomatische Unterzuckerungen auftreten, als bei der Behandlung mit Glimepirid plus Metformin. Unterzuckerungen (Blutzuckerwerte unter 70 mg/dl), die mit Symptomen einhergingen, traten bei etwa 22 von 100 Personen auf, die Glimepirid plus Metformin einnahmen. In der Sitagliptin plus Metformin-Gruppe kam es bei ungefähr 3 von 100 Personen zu solchen Unterzuckerungen.

Wo zeigte sich kein Unterschied?

  • Lebenserwartung und Folgeerkrankungen: Im Vergleich zwischen Sitagliptin plus Metformin und Glimepirid plus Metformin zeigt sich kein Unterschied. Es lagen allerdings nur wenige Daten vor.
  • Schwere Unterzuckerungen: Schwere Unterzuckerungen traten in beiden Gruppen kaum auf. Es zeigt sich kein Unterschied zwischen den beiden Wirkstoffkombinationen.
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung, Nierenfunktionsstörungen und schwere Nebenwirkungen: Es zeigt sich kein Unterschied zwischen den beiden Wirkstoffkombinationen.
  • Therapieabbrüche wegen Nebenwirkungen: Die Auswertung der längeren Studie zeigte keinen Unterschied.

Welche Fragen sind noch offen?

  • Lebensqualität: Ob sich die Lebensqualität in den beiden Behandlungsgruppen unterschied, kann nicht beantwortet werden, da aussagekräftige Daten fehlen.
Schlagwörter: E11, Januvia, Sitagliptin, Xelevia