Dupilumab (Dupixent) bei schwerem Asthma

Einleitung

Dupilumab (Handelsname Dupixent) ist seit Mai 2019 für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene mit schwerem zugelassen. Seit April 2022 kann es auch bei Kindern ab 6 Jahren eingesetzt werden. Der Wirkstoff kommt als Zusatzbehandlung infrage, wenn eine mit inhalativen Kortikosteroiden und mindestens einem weiteren Asthma-Medikament nicht mehr ausreicht, um die Beschwerden zu kontrollieren.

Bei Menschen mit Asthma sind die Atemwege durch eine übersteigerte Abwehrreaktion des Immunsystems dauerhaft entzündet. Wenn die Schleimhäute der Kontakt zu bestimmten Reizen haben, können sich die Atemwege verkrampfen und verengen. Beschwerden sind „pfeifender“ Atem, Husten und Atemnot, die mit verschiedenen Medikamenten behandelt werden können.

Dupilumab darf bei Personen mit Typ-2-Entzündung eingesetzt werden. Bei dieser sehr häufigen Asthmaform sind eosinophile Granulozyten im Blut und / oder Stickstoffmonoxid in der Ausatemluft erhöht. Eosinophile Granulozyten sind Zellen des körpereigenen Immunsystems. Beim eosinophilen ist ihre Zahl im Blut und im Auswurf der Patientinnen und Patienten erhöht. Stickstoffmonoxid entsteht bei einer allergischen der Atemwege und kann in der Ausatemluft gemessen werden. Ein erhöhter Wert weist auf eine verstärkte Entzündungsaktivität hin.

Dupilumab ist ein gegen zwei Botenstoffe der Immunabwehr und soll Entzündungen in den verhindern.

Anwendung

Dupilumab gibt es als Fertigspritze in einer Dosierung von 200 oder 300 mg. Es wird unter die Haut in den Bauch oder Oberschenkel gespritzt.

Bei der ersten Anwendung bei Jugendlichen und Erwachsenen werden mit zwei Spritzen, abhängig von den weiteren Asthma-Medikamenten, insgesamt 400 oder 600 mg des Wirkstoffs gespritzt. Danach wird die alle 2 Wochen mit einer Spritze (200 oder 300 mg) fortgeführt. Patientinnen und Patienten können sich nach ärztlicher Schulung auch selbst spritzen.

Bei Kindern zwischen 6 und 11 Jahren orientiert sich die Dosierung am Körpergewicht und wird alle 2 oder 4 Wochen gegeben.

Der Erfolg der Behandlung sollte mindestens einmal im Jahr überprüft werden. Zeigt sich keine Besserung der Beschwerden, wird in der Regel empfohlen, die zu beenden.

Andere Behandlungen

Je nach Form und Schwere des Asthmas erhalten Patientinnen und Patienten eine individuell angepasste Behandlung. Wenn die Behandlung nicht ausreicht, kann die Dosis erhöht oder mehrere Medikamente können kombiniert werden. Dazu kommen je nach Alter unter anderem Medikamente wie Kortikosteroide, langwirksame Bronchodilatatoren, Omalizumab, Mepolizumab oder Reslizumab infrage.

Bewertung

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2019 geprüft, ob Dupilumab für Erwachsene und Jugendliche mit schwerem im Vergleich zu den individuell angepassten Behandlungen Vor- oder Nachteile hat. 2022 prüfte das IQWiG die Vor- und Nachteile für Kinder zwischen 6 und 11 Jahren.

Der Hersteller legte jedoch zu keiner der Fragestellungen geeignete Daten vor.

Weitere Informationen

Dieser Text fasst die wichtigsten Ergebnisse der Gutachten zusammen, die das IQWiG im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses () im Rahmen der Frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln erstellt hat. Der beschließt auf Basis der Gutachten und eingegangener Stellungnahmen über den Zusatznutzen von Dupilumab (Dupixent) für Erwachsene, Jugendliche und Kinder.

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Dupilumab (Asthma) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V. Dossierbewertung; Auftrag A19-74. 28.11.2019. (IQWiG-Berichte; Band 845).

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Dupilumab (Asthma bei Kindern zwischen 6 und 11 Jahren) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V. Dossierbewertung; Auftrag A22-46. 08.07.2022. (IQWiG-Berichte; Band 1388).

IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.

Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Gesundheitsinformation.de kann das Gespräch mit Fachleuten unterstützen, aber nicht ersetzen. Wir bieten keine individuelle Beratung.

Unsere Informationen beruhen auf den Ergebnissen hochwertiger Studien. Sie sind von einem Team aus Medizin, Wissenschaft und Redaktion erstellt und von Expertinnen und Experten außerhalb des IQWiG begutachtet. Wie wir unsere Texte erarbeiten und aktuell halten, beschreiben wir ausführlich in unseren Methoden.

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Aktualisiert am 15. Juli 2022
Nächste geplante Aktualisierung: 2025

Herausgeber:

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

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