Einleitung
Inavolisib (Handelsname Itovebi) ist seit Juli 2025 zur Behandlung von Frauen und Männern mit fortgeschrittenem Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs zugelassen. Der Wirkstoff wird mit Palbociclib und dem Antiöstrogen Fulvestrant kombiniert. Die Kombination kommt infrage, wenn spezielle Veränderungen zum Wachstum des Tumors beitragen und der Tumor nach einer Operation wieder auftritt.
Ein Tumor in der Brust wird, wenn möglich, operativ entfernt. Auch nach einer Operation kann ein Tumor wieder auftreten und über das Blut- oder Lymphsystem Absiedlungen in anderen Körperregionen ( Metastasen) bilden. In diesem Fall spricht man von fortgeschrittenem Brustkrebs.
Der neue Wirkstoff ist für Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs zugelassen, deren Krebszellen Rezeptoren für Östrogen tragen. Einen solchen Tumor nennen Fachleute auch Östrogen-Rezeptor-positiv (ER-positiv). Bei diesen Tumoren beschleunigt Östrogen das Wachstum der Krebszellen. Zudem wird vor der Behandlung untersucht, ob bei dem Tumor eine PIK3CA-Mutation vorliegt. Diese Mutation kann ebenfalls das Tumorwachstum fördern.
Für Frauen, deren Krebszellen den HER2-Rezeptor (humaner epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor) tragen, ist Inavolisib nicht zugelassen.
Inavolisib soll die Aktivität von Proteinen, die durch die PIK3CA-Mutation verstärkt werden, hemmen und so das Wachstum der Krebszellen aufhalten.