Anwendungsformen

Foto von Frau (Jupiterimages / Photos.com) Nicht alle Medikamente sind einfach anzuwenden. So können Pillen zum Beispiel groß sein und einen unangenehmen Geschmack haben, sodass das Schlucken schwer fällt. Auch sich Augentropfen richtig zu verabreichen, kann einige Übung erfordern. Und was heißt es eigentlich, wenn ein Medikament nicht mit Milchprodukten eingenommen werden darf? Kann ich kurz nach der Einnahme beispielsweise einen Joghurt essen?

Was ist also bei der Anwendung von Medikamenten zu beachten? Wie lässt sie sich erleichtern? Welche Darreichungsformen gibt es, und was hilft dabei, regelmäßig an die Einnahme zu denken?

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Langfristige Anwendung

Ein paar Tabletten gegen akute Kopf- oder Zahnschmerzen zu nehmen, ist meist kein Problem. Vielen Menschen fällt es jedoch schwer, ein Medikament über einen langen Zeitraum regelmäßig anzuwenden. Noch schwieriger kann die dauerhafte Einnahme sein, wenn man gleichzeitig mehrere Mittel nehmen muss – etwa bei verschiedenen chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Arthrose oder Herzkrankheiten. Allein den Überblick zu behalten, ist dann gar nicht so leicht.

Nicht zuletzt können verschiedene Medikamente sich gegenseitig beeinflussen und dadurch ihre Wirkung verändern oder Nebenwirkungen wahrscheinlicher machen. Daher ist es wichtig, auf mögliche Wechselwirkungen zu achten. Dies gilt ganz besonders für ältere Menschen, die verschiedene Mittel gegen mehrere Erkrankungen nehmen. Denn ihr Körper nimmt Medikamente oft anders auf als in jungen Jahren, und es kommt häufiger zu Neben- und Wechselwirkungen. Zudem erhöht die Einnahme bestimmter Medikamente die Sturzgefahr. Bei manchen Medikamenten wie Beruhigungs- und Schlafmitteln besteht auch die Gefahr, abhängig zu werden.

Viele Menschen nehmen über lange Zeit auch Nahrungsergänzungsmittel ein. Sie hoffen, mit Vitaminen und Mineralstoffen ihre Abwehrkräfte stärken und Krankheiten vorbeugen zu können. Studien haben aber gezeigt, dass eine langfristige Einnahme bestimmter Vitamine vor allem in hoher Dosierung das Erkrankungsrisiko sogar erhöhen kann.

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Was Studien sagen

Besondere Anwendungsgebiete

Manchmal werden Arzneimittel auch außerhalb ihres eigentlichen Anwendungsgebiets („off-label“) eingesetzt. Dieser sogenannte Off-Label-Use kann mit besonderen Risiken verbunden sein.

Wenn Kinder ein Medikament benötigen, ist es besonders wichtig, auf die richtige Dosierung zu achten, um Risiken zu vermeiden. Vor allem bei flüssigen Arzneimitteln wie Antibiotika-, Schmerzmittel- oder Hustensaft kann es schnell passieren, dass man zu viel gibt. Zudem ist bei kleinen Kindern manchmal viel Geduld nötig, bis die Einnahme klappt.

Ein spezielles Thema ist die richtige Einnahme von Antibiotika: Es kann riskant sein, sie nicht korrekt oder zu oft anzuwenden – denn dies führt außer zu häufigeren Nebenwirkungen auch dazu, dass die Krankheitserreger unempfindlich und die Medikamente wirkungslos werden.

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Auf der IQWiG-Plattform „ThemenCheck Medizin“ können Bürgerinnen und Bürger Forschungsfragen stellen. Fachleute werten dann das Wissen zu ausgewählten Themen aus. Die Ergebnisse sollen in künftige Entscheidungen über die Gesundheitsversorgung einfließen.

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