Einleitung
Schmerzen im Unterbrauch, Blähungen, Verstopfung oder Durchfall – manchmal stecken sogenannte Divertikel dahinter. Divertikel sind Ausstülpungen der Darmschleimhaut: An den betroffenen Stellen wölbt sich die Darminnenwand durch Schwachstellen in der Darmmuskulatur nach außen. Dadurch kommt es zu meist kleinen ballonförmigen Ausstülpungen am Darm, in denen sich Stuhl ablagern kann. Divertikel sind oft harmlos, können aber zu Darmbeschwerden und Schmerzen führen oder sich entzünden.
Etwas vereinfacht werden drei Formen unterschieden:
- Divertikulose: Man hat Divertikel, aber keine Beschwerden.
- Divertikelkrankheit: Dieser Oberbegriff wird verwendet, wenn die Divertikel zu Beschwerden oder Komplikationen führen. Bei dauerhaften oder wiederkehrenden Beschwerden spricht man von einer chronischen Divertikelkrankheit.
- Divertikulitis: Die Divertikel sind entzündet. Dies kann zu akuten Beschwerden oder einer chronischen Divertikelkrankheit führen. Man unterscheidet die unkomplizierte Divertikulitis (ohne Eiteransammlungen) und die komplizierte Divertikulitis (mit Eiteransammlungen).
Eine Divertikulitis ist meist gut behandelbar, kann aber ernste Folgen haben, wenn sich die Entzündung ausbreitet.
