Entzündete Divertikel: Wie wird eine akute Divertikulitis behandelt?
Eine unkomplizierte Divertikulitis heilt meist innerhalb einer Woche aus – oft, ohne dass eine Behandlung mit Antibiotika nötig ist. Wichtig sind aber regelmäßige ärztliche Kontrollen, um drohende Komplikationen durch Abszesse frühzeitig zu erkennen. Eine komplizierte Divertikulitis wird in der Regel mit Antibiotika behandelt. Manchmal ist eine Operation nötig.
Divertikel sind Ausstülpungen der Darminnenwand. Oft sind sie harmlos und bleiben unbemerkt. Bei einer Divertikulitis entzünden sich jedoch einer oder mehrere Divertikel. Das verursacht Beschwerden wie linksseitige Bauchschmerzen, Fieber und Verdauungsprobleme. Es werden zwei Formen der Erkrankung unterschieden:
- unkomplizierte Divertikulitis: Dabei sind Divertikel und die angrenzende Dickdarmschleimhaut entzündet, es gibt aber keine Anzeichen für Eiteransammlungen (Abszesse) oder sich ausbreitende Entzündungen. Etwa 80 % der Betroffenen haben eine unkomplizierte Divertikulitis.
- komplizierte Divertikulitis: Es haben sich Abszesse gebildet. Manchmal hat sich die Entzündung schon ausgebreitet oder es ist ein Loch in der Darmwand entstanden (Darmdurchbruch oder Darmperforation). Es kann auch zu einem Darmverschluss und einer Bauchfellentzündung (Peritonitis) kommen. Etwa 20 % der Betroffenen haben eine komplizierte Divertikulitis.
Auch nach einer erfolgreichen Behandlung kann sich später erneut eine akute Entzündung entwickeln. Das Risiko für eine solche wiederkehrende Divertikulitis ist nach einer komplizierten Divertikulitis höher.

