Divertikelkrankheit: Wie werden chronische Beschwerden behandelt?
Manchmal führen Divertikel zu dauerhaften oder immer wiederkehrenden Beschwerden oder Entzündungen. Eine Ernährungsumstellung und bestimmte Medikamente können die Beschwerden manchmal lindern. Reicht dies nicht aus, kann der Darm operiert werden.
Divertikel sind kleine Ausstülpungen der Darminnenwand. Oft bereiten sie gar keine oder nur vorübergehend Beschwerden, die gut behandelt werden können. Allerdings können sie auch langfristige Probleme machen. Man unterscheidet zwei Formen der chronischen Divertikelkrankheit:
- symptomatische unkomplizierte Divertikelkrankheit (SUDD): Es bestehen dauerhafte (chronische) oder wiederkehrende Beschwerden wie Schmerzen, Blähungen und Stuhlunregelmäßigkeiten. Es gibt aber selten Anzeichen für eine Entzündung. Die SUDD ähnelt sehr dem Reizdarmsyndrom und lässt sich auch nach verschiedenen Untersuchungen oft nicht sicher davon abgrenzen.
- wiederkehrende (chronisch-rezidivierende) Divertikulitis: Die Divertikel entzünden sich immer wieder. Das muss nicht zu Komplikationen führen, es können sich aber auch Eiteransammlungen (Abszesse) oder Engstellen im Darm (Stenosen) bilden.
Die beiden Formen lassen sich nicht immer klar voneinander trennen. Manche Menschen haben sowohl dauerhafte Beschwerden als auch wiederkehrende Entzündungen. Dennoch unterscheiden sich die Behandlungsmöglichkeiten.