Einleitung

Foto von Zigarette in Aschenbecher (Jupiterimages / Photos.com) Der Griff zur Zigarette nach dem Essen, in der Pause oder beim Bier in der Kneipe ist für viele Menschen eine eingeschliffene Gewohnheit. Die meisten Raucherinnen und Raucher versuchen aber irgendwann, sich das Rauchen wieder abzugewöhnen. Gute Gründe gibt es bekanntlich viele: Rauchen kann verschiedene Probleme verursachen und zu Krankheiten führen. Und es ist teuer. Dennoch sind oft mehrere Anläufe nötig, bis es gelingt, vom Nikotin loszukommen.

Folgen

Rauchen hat viele gesundheitliche Nachteile. Manche treten schon nach kurzer Zeit auf und klingen relativ schnell wieder ab, wenn man dauerhaft aufhört zu rauchen. Andere machen sich erst nach Jahren bemerkbar und lassen sich auch durch einen späteren Rauchverzicht nicht vollständig wieder beheben.

Zu den kurzfristigen Nachteilen gehört, dass Raucherinnen und Raucher nach Operationen häufiger von Komplikationen betroffen sind. So heilen Wunden bei ihnen manchmal langsamer.

Rauchen kann langfristig zu chronischem Husten und Lungenerkrankungen führen, zu Krankheiten des Herzens und der Blutgefäße. Es erhöht außerdem das Risiko für Lungenkrebs, für bösartige Geschwüre im Mund- und Halsbereich sowie für viele andere Krebsarten.

In der Schwangerschaft beeinträchtigt Rauchen die Entwicklung des Kindes: Nikotin und schädliche Stoffe aus dem Rauch können die Sauerstoffversorgung des ungeborenen Kindes verringern. Unter anderem deshalb haben rauchende Mütter häufiger Fehlgeburten. Es steigt auch das Risiko, dass das Kind zu früh auf die Welt kommt, zu klein ist oder zu wenig wiegt.

Vorbeugung

Ist man erst einmal nikotinabhängig geworden, fällt es sehr schwer, das Rauchen wieder aufzugeben. Deshalb ist der beste Weg, um Raucherkrankheiten zu vermeiden, gar nicht erst mit dem Rauchen anzufangen.

Gedanken an die eigene Gesundheit spielen beim Griff zur ersten Zigarette aber keine große Rolle: Die meisten Raucherinnen und Raucher haben als Jugendliche angefangen.

Was Studien sagen

Behandlung

Es gibt verschiedene Strategien, um mit dem Rauchen aufzuhören. Etwa die Hälfte der Raucherinnen und Raucher schafft es ohne unterstützende Programme oder Therapien. Viele Menschen benötigen aber Unterstützung, um ganz auf Zigaretten zu verzichten – und selbst dann können mehrere Versuche nötig sein. Unterstützen können zum Beispiel Angehörige, Ärztinnen und Ärzte, Beratungsstellen oder Selbsthilfegruppen. Einige Krankenkassen fördern Nichtraucherkurse.

Bestimmte Maßnahmen können die Rauchentwöhnung zusätzlich unterstützen. Zu diesen gehört vor allem die Nikotinersatztherapie, zum Beispiel mit Nikotinpflastern oder -kaugummis. Da aber auch diese nur sehr begrenzt erfolgreich ist, suchen Fachleute noch nach weiteren medizinischen Möglichkeiten. Eine davon sind Medikamente aus der Gruppe der sogenannten Antidepressiva.

Mehr Wissen

Weitere Informationen

Angebote zur Unterstützung bei der Rauchentwöhnung sind vor Ort oft unterschiedlich organisiert und nicht immer direkt zu finden. Wir haben deshalb eine allgemeine Liste von Anlaufstellen zusammengestellt, die helfen, Angebote vor Ort zu finden und zu nutzen.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten an: Auf der BZgA-Website www.rauchfrei-info.de können Broschüren, Kalender und Tagebücher kostenlos bestellt oder als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Rauchfrei-info.de bietet außerdem ein kostenloses internetbasiertes Rauchentwöhnungs-Programm sowie eine (kostenpflichtige) Hotline-Nummer zur telefonischen Beratung an.

 

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Auf der IQWiG-Plattform „ThemenCheck Medizin“ können Bürgerinnen und Bürger Forschungsfragen stellen. Fachleute werten dann das Wissen zu ausgewählten Themen aus. Die Ergebnisse sollen in künftige Entscheidungen über die Gesundheitsversorgung einfließen.

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