Medikamente zum Auftragen auf die Haut

Foto von einer Salbe, die auf Hände aufgetragen wird (PantherMedia / Axel Bückert) Medikamente können auf die Haut oder Schleimhaut aufgetragen werden, um von dort in den Körper zu gelangen – oder um Probleme wie Schmerzen an einer bestimmten Körperstelle zu behandeln.

Äußerlich anzuwendende Arzneiprodukte können aber auch die Haut pflegen und vor schädlichen Einflüssen schützen. Es gibt Darreichungsformen zur örtlichen (lokalen) Behandlung und solche, bei denen die Wirkstoffe über die Haut in den ganzen Organismus gelangen sollen.

Pasten, Gele und Puder

Pasten sind Salben, die einen großen Anteil pulverförmiger Zusätze enthalten. Sie sind daher sehr fest und entsprechend schwerer zu verstreichen. Ein Beispiel ist Zinkpaste.

Gele sind von ihrer Struktur her mit einem Schwamm vergleichbar, der mit Wasser vollgesogen ist. In einem Gel baut – chemisch betrachtet – ein fester Stoff ein dreidimensionales Gerüst auf, in dem sich eine Flüssigkeit dann gleichmäßig verteilt. Gele enthalten kein Fett, lassen sich gut auf der Haut verteilen und können verschiedene Wirkstoffe enthalten. Es gibt zum Beispiel Gele zur Schmerzlinderung oder juckreizstillende Mittel. Gele bilden auf der Haut einen Film und haben eine kühlende Wirkung, die dadurch entsteht, dass Wasser auf der Haut verdunstet.

Puder werden auf die Haut gestreut und bleiben dort haften. Sie haben einen trocknenden Effekt und bilden einen Film, der die Haut schützt. Es gibt beispielweise Puder gegen Juckreiz oder gegen Pilzerkrankungen.

Tinkturen, Sprays und Pflaster

Tinkturen sind flüssige Auszüge aus pflanzlichen oder anderen Mitteln, wobei meistens Alkohol als Lösungsmittel verwendet wird. Ein bekanntes Beispiel ist Jodtinktur zur Desinfektion von Wunden.

Manche Arzneistoffe können als Sprays auf die Haut aufgetragen werden. Solche Mittel gibt es zum Beispiel zur Wundbehandlung oder zur Desinfektion.

Manche Medikamente, die dem Körper über einen bestimmten Zeitraum zugeführt werden sollen, werden auch mithilfe eines Pflasters angewendet. Neben Arzneipflastern gibt es auch Hormon- und Nikotinpflaster. Das Pflaster gibt den Wirkstoff für eine gewisse Zeit in die Haut ab. Das hat verschiedene Vorteile: Er wird sehr gleichmäßig aufgenommen und der Magen-Darm-Trakt nicht belastet. Außerdem ist die Anwendung bequem. Solche Pflaster werden auch „Transdermale Therapeutische Systeme“ (TTS) genannt. Wichtig ist es, vor dem Aufkleben eines neuen Pflasters das alte zu entfernen und Pflaster nicht immer an der gleichen Stelle anzubringen.

Was möchten Sie uns mitteilen?

Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Ihre Bewertungen und Kommentare werden von uns ausgewertet, aber nicht veröffentlicht. Ihre Angaben werden von uns vertraulich behandelt. Pflichtfelder sind mit einem Sternchen (*) markiert.

Bitte beachten Sie, dass wir Sie nicht persönlich beraten können. Hinweise auf Beratungsangebote finden Sie in unserem Text "Wie finde ich Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen?"

Auf der IQWiG-Plattform „ThemenCheck Medizin“ können Bürgerinnen und Bürger Forschungsfragen stellen. Fachleute werten dann das Wissen zu ausgewählten Themen aus. Die Ergebnisse sollen in künftige Entscheidungen über die Gesundheitsversorgung einfließen.

Empfehlen Sie diesen Artikel

Hier können Sie einen Button dauerhaft aktivieren. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zum Datenschutz.