Beckenendlage – welche Möglichkeiten gibt es?

Foto einer schwangeren Frau im Behandlungszimmer mit Ärztin

Die Schwangerschaft ist schon fortgeschritten, der errechnete Geburtstermin naht – und das Kind hat sich noch nicht gedreht, sondern liegt mit dem Po nach unten. Es gibt Techniken, die dann helfen, das Kind im Bauch zu drehen. Das ist aber kein Muss. Kinder in Beckenendlage können mit einer vaginalen Geburt oder per auf die Welt kommen.

Im Verlauf einer Schwangerschaft bewegt und dreht sich ein Kind in der Gebärmutter und nimmt ständig unterschiedliche Positionen ein. Wenn die Geburt näher rückt, dreht es sich meistens mit dem Kopf nach unten. Dann liegt es in der sogenannten Schädellage und wird mit dem Kopf zuerst geboren. Jedoch drehen sich nicht alle Kinder – manche bleiben mit dem Po nach unten liegen. Der Fachbegriff dafür ist Beckenendlage oder Steißlage. „Steiß“ leitet sich vom Steißbein ab, dem untersten Abschnitt der Wirbelsäule.

Während der Schwangerschaft ist eine Beckenendlage für das Kind in der Regel nicht problematisch. Bei einer vaginalen Geburt ist das Risiko für Komplikationen etwas erhöht – trotzdem ist eine vaginale Geburt oft möglich.

Welche Ursachen und Risikofaktoren gibt es für eine Beckenendlage?

Oft ist nicht bekannt, weshalb sich ein Kind zum Ende der Schwangerschaft nicht dreht. Die Wahrscheinlichkeit für eine Beckenendlage ist zum Beispiel erhöht:

  • bei Zwillingen
  • bei Kindern, die zu früh geboren werden
  • wenn das Kind ein Mädchen ist
  • bei einer verringerten Menge an Fruchtwasser
  • wenn die Frau zum ersten Mal ein Kind bekommt
  • wenn die Frau älter als 35 Jahre ist

Manchmal ist die Gebärmutter verändert, etwa durch gutartige Geschwulste, sogenannte Myome. Bei einigen Frauen ist die Gebärmutter nicht oval, sondern herzförmig oder sogar doppelt angelegt – mit zwei Gebärmutterhöhlen. Dann erschwert die Form der Gebärmutter, dass sich das Kind dreht.

Wie häufig ist eine Beckenendlage?

Wie viele Kinder mit dem Po nach unten und dem Kopf nach oben liegen, verändert sich je nach Schwangerschaftswoche: Vor der 28. Schwangerschaftswoche liegen etwa 300 von 1000 Kindern in Beckenendlage. Um die 35. Woche herum sind es noch 90 von 1000 Kindern und im errechneten Geburtszeitraum 50 von 1000 Kindern. In Deutschland kommen pro Jahr rund 35.000 Kinder aus Beckenendlage zur Welt.

Welche Formen der Beckenendlage gibt es?

Wie das Kind in der Gebärmutter liegt, ist wichtig zu wissen, um die Geburt zu planen. Folgende Formen der Beckenendlage sind am häufigsten:

  • reine Steißlage: Das Kind hat beide Beine hochgeklappt, sodass die Füße neben seinem Gesicht liegen. Der Po geht bei der Geburt also voran. Das ist die häufigste Form der Beckenendlage.
  • unvollkommene Steiß-Fuß-Lage: Ein Bein ist angezogen mit dem Knie vor dem Bauch, das andere Bein ist wie bei der Steißlage hochgeklappt. Der Po und ein Fuß gehen bei der Geburt voran.
  • vollkommene Steiß-Fuß-Lage: Das Kind hat die Knie zum Bauch angezogen. Po und Füße gehen bei der Geburt voran.
Die vereinfachte anatomische Grafik zeigt ein ungeborenes Kind in reiner Steißlage (links), unvollkommener Steiß-Fuß-Lage (Mitte) und vollkommener Steiß-Fuß-Lage (rechts).

Daneben gibt es noch die Fußlage, bei der das Kind ein oder beide Beine nach unten gestreckt hat. Seltener kommt die Knielage vor, bei der ein oder beide Beine nach hinten angewinkelt sind, sodass die Knie unten liegen.

Muss man etwas gegen die Beckenendlage unternehmen?

Nein. Schwangere haben die Wahl: Sie können die Ärztin oder den Arzt bitten, eine äußere Wendung zu versuchen. Manche Frauen probieren vorher eine andere Methode aus, wie Moxibustion, oder bestimmte Übungen. Sie können aber auch abwarten, ob sich das Kind noch von allein dreht. Je größer das Kind wird, desto seltener dreht es sich jedoch eigenständig. Dann berät das Geburtshilfe-Team die Frau ausführlich und sie planen zusammen die Geburt aus Beckenendlage.

Wirkt sich eine Beckenendlage auf das Kind aus?

Bei den Kindern sind etwas häufiger die Hüftgelenke nicht ganz ausgereift. Das wird auch Hüftdysplasie genannt. Bei den U-Untersuchungen nach der Geburt werden daher die Hüftgelenke sorgfältig untersucht.

Oft lässt sich eine Hüftdysplasie mit einer speziellen Hose oder Schiene behandeln, die das Baby über einige Wochen oder Monate tragen muss. Diese spreizt die Oberschenkel auseinander, damit die Hüftgelenke nachreifen können. Ist die Hüftdysplasie stärker ausgeprägt, können ein Gips oder selten auch eine Operation nötig sein.

Kann ich selbst etwas tun, damit mein Kind sich dreht?

Es gibt verschiedene Methoden, die helfen sollen, dass sich das Kind in Schädellage dreht. Bevor eine Frau eine davon ausprobiert, sollte sie dies mit ihrer Hebamme, ihrer Ärztin oder ihrem Arzt absprechen.

Moxibustion

Bei der Moxibustion werden Kräuter (Beifuß) in der Nähe der Haut verbrannt, um bestimmte Akupunktur-Punkte am kleinen Zeh zu erwärmen. Sogenannte Moxa-Kegel, Moxa-Hütchen oder Moxa-Zigarren werden allein oder in Kombination mit Akupunktur-Nadeln verwendet. Das Verfahren stammt aus der traditionellen chinesischen Medizin.

In Studien zur Moxibustion deutete sich an, dass mit diesem Verfahren zwar etwas mehr Kinder bei der Geburt in Schädellage lagen. Es kamen aber gleich viele Kinder per zur Welt. Mögliche Nebenwirkungen der Moxibustion sind Übelkeit, Kopfschmerzen und Hautverletzungen. Der entstehende Rauch kann die Atemwege reizen.

Akupunktur

Bei der werden feine Nadeln an bestimmten Stellen des Körpers in die Haut gestochen. Einen Akupunkturpunkt am kleinen Zeh der Schwangeren anzuregen, soll bewirken, dass sich das Kind dreht. Es fehlen jedoch aussagekräftige Studien zur Wirksamkeit von bei einem Kind in Beckenendlage.

Becken hochlagern, Yoga-Übungen

Es gibt Übungen, bei denen das Becken hochgelagert wird. Hier soll die Schwerkraft helfen, das Kind zu drehen. Dabei kniet die Schwangere zum Beispiel etwas erhöht und stützt sich mit den Unterarmen auf dem Boden ab. Bekannt ist auch die „indische Brücke“, bei der die Frau auf dem Rücken liegt und ihr Becken anhebt. Zur Unterstützung kann sie zum Beispiel dicke Kissen unter ihr Becken legen. Sicherheitshalber sollte stets eine Begleitperson dabei sein. Diese Methoden sind nicht gut untersucht.

Was ist eine äußere Wendung?

Die äußere Wendung ist der Versuch, das Kind durch gezielten Druck von außen in die Schädellage zu drehen. Die Ärztin oder der Arzt drückt dabei mit bestimmten Handbewegungen auf den Bauch der Schwangeren. Dadurch soll sich das Kind aus der Beckenendlage lösen und mit dem Kopf nach unten drehen.

Eine äußere Wendung kommt in der Regel ab der 37. Woche infrage. Bei etwa der Hälfte der Frauen gelingt sie und das Kind liegt danach mit dem Kopf nach unten. Die Wendung hilft, und vaginale Geburten aus Beckenendlage zu vermeiden – und somit auch die Komplikationen, die damit verbunden sein können.

Für wen ist eine äußere Wendung möglich?

Eine äußere Wendung ist für die meisten Frauen geeignet, deren Kind in Beckenendlage liegt. Bei einem erhöhten Risiko für Komplikationen wägt das Geburtshilfe-Team individuell mit der Frau ab, ob eine Wendung infrage kommt. Ein erhöhtes Risiko besteht zum Beispiel bei Auffälligkeiten der Gebärmutter, der Fruchtwassermenge oder der , oder wenn die Nabelschnur um das Kind gewickelt ist. Bei schweren gesundheitlichen Problemen, etwa wenn die Schwangerschaftserkrankung sehr ausgeprägt ist, wird meist von einer äußeren Wendung abgeraten.

Äußere Wendung – ja oder nein?

Wenn medizinisch nichts dagegenspricht, ist es die persönliche Entscheidung der Schwangeren, ob eine äußere Wendung vorgenommen werden soll. Wer sich noch nicht sicher ist, findet in dieser Entscheidungshilfe die Vor- und Nachteile der äußeren Wendung übersichtlich zusammengefasst.

Wie läuft eine äußere Wendung ab?

Eine äußere Wendung findet im Kreißsaal einer Klinik statt, die sich mit Beckenendlagen auskennt. Die Ärztin oder der Arzt informiert vorab ausführlich, wie die Wendung abläuft, was zu beachten ist und was mögliche Risiken sind. Der genaue Ablauf und die Handgriffe können sich von Klinik zu Klinik etwas unterscheiden. Wer sich von einer vertrauten Person begleiten lassen möchte, sollte das vorab mit der Klinik absprechen.

Bei Voruntersuchungen prüft die Ärztin oder der Arzt per Ultraschall unter anderem die genaue Lage des Kindes und die Menge an Fruchtwasser. Auch die Herztöne des Kindes werden kontrolliert. In der Regel wird ein Zugang in die Armvene gelegt – zum Beispiel, um ein Medikament zu geben, das vorzeitige Wehen verhindern soll.

Für die Wendung liegt die Frau auf dem Rücken und ihr Bauch wird mit Gel oder Öl eingerieben. Das Kopfteil des Bettes kann etwas nach unten gekippt werden, um die Drehung des Kindes zu erleichtern. Zuerst hebt die Ärztin oder der Arzt den Po des Kindes an. Dafür drückt sie oder er mit den Händen von unten gegen den Bauch der Schwangeren.

Die fotorealistische Grafik zeigt die Außenansicht einer äußeren Wendung.

Anschließend verändert sie oder er den Druck so, dass sich das Kind mit einer Vorwärts- oder Rückwärtsrolle dreht – sozusagen mit einem Purzelbaum. Dabei wird immer wieder per Ultraschall und über das Kardiotokogramm (CTG) überwacht, ob es dem Kind gut geht und wie es in der Gebärmutter liegt. Die äußere Wendung selbst dauert etwa 5 bis 10 Minuten.

Die Grafik zeigt den Ablauf einer äußeren Wendung in drei Schritten.

Eine äußere Wendung klappt nicht immer. Hat sich das Kind nicht gedreht, kann das Geburtshilfe-Team es erneut versuchen, wenn die Schwangere es wünscht. Unabhängig davon, ob sich das Kind gedreht hat oder nicht, wird anschließend seine Herzfrequenz mit einem CTG überwacht.

Ist die Blutgruppe der Schwangeren rhesus-negativ, erhält sie zusätzlich meist ein Medikament. Diese sogenannte Anti-D-Prophylaxe verhindert mögliche Probleme durch unterschiedliche Blutgruppen-Merkmale (Rhesusfaktoren) bei der Frau und ihrem Kind.

Je nach Klinik wird es unterschiedlich gehandhabt, ob die Frau am selben Tag wieder nach Hause gehen kann oder ob sie sicherheitshalber eine Nacht in der Klinik bleibt.

Welche Nachteile kann eine äußere Wendung haben?

Der Druck auf den Bauch kann unangenehm und schmerzhaft sein. Viele Schwangere halten die äußere Wendung jedoch gut ohne Schmerzbehandlung aus. Wenn die Frau es möchte, erhält sie ein Schmerzmittel. Es ist zudem jederzeit möglich, auf ihren Wunsch die Wendung abzubrechen.

Auch wenn die äußere Wendung gelungen ist, kann es passieren, dass sich das Kind wieder zurückdreht. Das ist aber selten.

Zu den möglichen Risiken einer äußeren Wendung gehören:

  • Bei 120 von 1000 Kindern wird die Herzfrequenz vorübergehend langsamer.
  • 70 von 1000 Frauen wird übel.
  • 50 von 1000 Frauen wird schwindlig.

Sollte es zu schweren Komplikationen kommen, zum Beispiel einer stark veränderten Herzfrequenz des Kindes, kann kurzfristig ein Kaiserschnitt nötig sein.

Wann kommt eine vaginale Geburt bei Beckenendlage infrage?

Für viele Frauen ist eine vaginale Geburt möglich, auch wenn ihr Kind in Beckenendlage liegt. Das Geburtshilfe-Team berät jede Frau individuell, ob eine vaginale Geburt aus medizinischer Sicht für sie infrage kommt.

Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle. Wichtig ist zum Beispiel, ob die Frau bereits vaginal geboren hat. Zudem wird per Ultraschall ermittelt, wie das Kind genau in der Gebärmutter liegt und wie das Verhältnis von Kopf und Oberkörper des Kindes ist. Ist der Oberkörper deutlich schmaler als der Kopf, dehnt er den Geburtsweg weniger vor und die Geburt des Kopfes kann erschwert sein. Dann kann es sein, dass das Geburtshilfe-Team von einer vaginalen Geburt abrät. Auch wenn das Kind sehr klein oder sehr groß ist, in Fußlage liegt oder seinen Kopf überstreckt, empfehlen Ärztinnen und Ärzte in der Regel einen .

Wichtig für die Entscheidung ist auch, welche Vorstellungen und Erwartungen die Frau hat, also welche Art der Geburt sie sich wünscht und was sie sich zutraut. Zudem kann es eine Rolle spielen, wie weit die nächste Klinik entfernt ist, die auf vaginale Geburten von Kindern aus Beckenendlage spezialisiert ist.

Wie läuft eine vaginale Geburt bei Beckenendlage ab?

Wenn ein Baby in Schädellage geboren wird, tritt zuerst der Kopf durch die Vagina. Danach geht die Geburt meist schnell, da der Kopf beim Kind der größte und härteste Körperteil ist. Bei einer Beckenendlage ist das anders: Dann kommen erst die schmaleren Körperteile und danach der Kopf.

Während der Geburt des Kopfes kann dieser auf die Nabelschnur drücken, wodurch die Blutversorgung des Kindes vorübergehend abnimmt. Die Geburt des Kopfes darf also nicht zu lange dauern. Sollte das Kind nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden, wird es möglichst schnell mithilfe bestimmter Handgriffe oder seltener mit einer oder einem geboren. Manchmal erhält die Frau auch einen Wehentropf, um die Geburt zu beschleunigen.

Die Frau kniet während der Geburt meist im Vierfüßlerstand, der Knie-Ellenbogen-Lage oder liegt mit angewinkelten Beinen auf dem Rücken. Manche empfinden die aufrechteren Körperhaltungen als angenehm und förderlich für die Geburt. Für andere sind diese Positionen sehr anstrengend und sie bevorzugen die Rückenlage.

Das Geburtshilfe-Team leitet die Schwangere an, wann sie pressen und aktiv mitschieben soll. Im Geburtsverlauf ist auch wichtig, dass die Arme sanft geboren werden, ohne nach oben neben den Kopf umzuklappen. Falls nötig, kann das Team die Geburt der Arme mit speziellen Handgriffen unterstützen, um Verletzungen des Kindes zu vermeiden. Klare Informationen und Anweisungen sind für viele Frauen während der Geburt sehr wichtig und helfen ihnen, das Gefühl von Kontrolle zu behalten.

Zur Schmerzlinderung stehen die gleichen Möglichkeiten zur Verfügung wie bei der Geburt eines Kindes in Schädellage.

Es ist ratsam, sich sicherheitshalber eine Geburtsklinik zu suchen, die Erfahrung mit Beckenendlagen hat und in der das Kind jederzeit kinderärztlich versorgt werden kann.

Etwa 600 von 1000 Frauen, die eine vaginale Geburt möchten, bringen ihr Kind auch so zur Welt. Bei den anderen 400 von 1000 Frauen ist kurzfristig doch ein notwendig.

Welche Risiken bestehen für Kinder in Beckenendlage bei einer vaginalen Geburt?

Bestimmte Risiken sind bei einer vaginalen Geburt aus Beckenendlage – und einem eventuell kurzfristig nötigen – höher als bei einem geplanten :

  • Nach einer vaginalen Geburt kommen 55 von 1000 Kindern auf die Intensivstation. Nach einem geplanten sind es 29 von 1000 Kindern.
  • Bei einer vaginalen Geburt werden 16 von 1000 Kindern verletzt. Dazu zählen Verletzungen des Schlüsselbeins, der Arme, der Nerven im Schulterbereich, eine Hirnblutung oder Blutergüsse am Kopf. Bei einem geplanten werden 4 von 1000 Kindern verletzt.
  • Kurz nach einer vaginalen Geburt sind Kinder häufiger in schlechter allgemeiner Verfassung. Dies zeigt der sogenannte an: 27 von 1000 Kindern haben nach der vaginalen Geburt einen niedrigen (unter 7), nach einem geplanten sind es 8 von 1000 Kindern.
  • Bei oder kurz nach einer vaginalen Geburt sterben bis zu 8 von 1000 Kindern. Bei einem geplanten ist es 1 von 1000 Kindern.

Diese Zahlen stammen aus internationalen Studien, daher lässt sich schwer abschätzen, wie hoch manche Risiken in Deutschland sind. Sie können auch davon abhängen, welche Gesundheitsversorgung verfügbar ist und wie schnell zum Beispiel ein möglich ist. Zu berücksichtigen ist auch, dass die Wahrscheinlichkeit für Verletzungen des Kindes bei einer vaginalen Geburt generell etwas höher ist als bei einem – das gilt also auch für vaginale Geburten, bei denen das Kind mit dem Kopf zuerst zur Welt kommt.

Vor der Entscheidung, wie das Kind zur Welt kommen soll, bespricht das Geburtshilfe-Team mit der Schwangeren die möglichen Risiken und ihre individuelle Situation. So können sie gemeinsam abwägen.

Wie läuft ein geplanter Kaiserschnitt bei Beckenendlage ab?

Der selbst läuft genauso ab wie bei einem Kind, das in Schädellage liegt. Er findet etwa eine Woche vor dem errechneten Geburtstermin statt. Kurz vor dem kontrolliert das Geburtshilfe-Team meist mit einer , ob das Kind immer noch in Beckenendlage liegt.

Gut zu wissen:

Über die nötige Vorbereitung, die und den genauen Ablauf des Eingriffs informiert der Text „Wie läuft ein Kaiserschnitt ab?“.

Welche Risiken bestehen bei einem Kaiserschnitt?

Wie bei jeder Operation gibt es Risiken, etwa durch die oder die sowie ein Risiko für Infektionen.

Nach einem haben mehr Mütter schwere gesundheitliche Probleme als nach einer vaginalen Beckenendlagen-Geburt. Dazu zählen zum Beispiel starke Blutungen, eine (umgangssprachlich auch „Blutvergiftung“ genannt) sowie Probleme mit dem Herzen oder den Nieren. Das betrifft 24 von 1000 Frauen nach einem . Nach einer vaginalen Geburt sind es 7 von 1000 Frauen.

Besteht ein weiterer Kinderwunsch, ist es gut zu wissen, dass sich ein auf folgende Schwangerschaften und Geburten auswirken kann. Nach jedem steigt die Wahrscheinlichkeit etwas an, dass es bei der nächsten Schwangerschaft zu Problemen mit der kommt, die Gebärmutter im Bereich der Narbe nicht mehr so stabil ist und das nächste Kind wieder per geboren wird.

Wie soll mein Kind in Beckenendlage zur Welt kommen?

Eine vaginale Geburt und ein bei Beckenendlage haben unterschiedliche Vor- und Nachteile. Bei einer vaginalen Geburt ist das kurzfristige Risiko für gesundheitliche Probleme etwas höher für das Kind, bei einem ist es höher für die Mutter.

Wie das Kind zur Welt kommen soll, ist eine persönliche Entscheidung der Schwangeren – sofern keine medizinischen Gründe gegen eine der Möglichkeiten sprechen. Auch die eigenen Erfahrungen und Bedürfnisse sind wichtig für die Entscheidung, etwa: Was wünsche ich mir für die Geburt? Wie habe ich frühere Geburten erlebt? Möchte ich noch weitere Kinder bekommen?

Beckenendlage: vaginale Geburt oder Kaiserschnitt?

Diese Entscheidungshilfe unterstützt dabei, sich auf Gespräche mit dem Geburtshilfe-Team vorzubereiten und gemeinsam zu überlegen, ob das Kind mit einer vaginalen Geburt oder einem zur Welt kommen soll.

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Erstellt am 29. Juli 2026

Nächste geplante Aktualisierung: 2029

Herausgeber:

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

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