Wenn das Baby auf sich warten lässt: Wann die Geburt einleiten?
Nur wenige Kinder kommen genau am errechneten Geburtstermin zur Welt. Ist der Termin überschritten und geht es der Schwangeren und dem Kind gut, können sie weiter abwarten. Dennoch wächst oft die Ungeduld: Wann geht es endlich los? Vielleicht fragen sich werdende Eltern, wann es sinnvoll ist, die Geburt einzuleiten.
Eine Schwangerschaft dauert im Schnitt 40 Wochen. Doch nur sehr wenige Kinder kommen genau am errechneten Termin (ET) zur Welt. Die meisten Babys werden innerhalb von 2 Wochen vor oder nach dem Termin geboren.
Wenn die Geburt zum errechneten Datum noch nicht begonnen hat, spricht man zunächst von einer Terminüberschreitung. Beginnt die 43. Schwangerschaftswoche (SSW) – also die 3. Woche nach dem errechneten Termin –, spricht man von einer Übertragung. Ist der errechnete Geburtstermin überschritten, werden alle paar Tage Kontrolluntersuchungen empfohlen, um sicherzugehen, dass es der Schwangeren und dem Kind gut geht.
Etwa in der 2. Woche nach dem errechneten Termin bieten Hebammen, Ärztinnen und Ärzte an, die Geburt einzuleiten. Eine Geburt einzuleiten bedeutet, sie mit Medikamenten oder anderen Methoden in Gang zu bringen, bevor sie von selbst begonnen hat. Eine Einleitung bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass danach alles ganz schnell geht. Es kann trotz Einleitung Stunden bis Tage dauern, bis das Kind auf der Welt ist.
Wann es sinnvoll ist, die Geburt einzuleiten, und welche Methoden dafür infrage kommen, sollte die Frau gemeinsam mit dem Geburtshilfe-Team sorgfältig abwägen. Vor einer Einleitung muss die Ärztin oder der Arzt die Schwangere umfassend über die Vor- und Nachteile aufklären. Sie muss in die Einleitung einwilligen.