Einleitung

Foto von Mann mit Venenthrombose (PantherMedia / Marin Conic) Zu einer tiefen Venenthrombose (TVT) kommt es, wenn sich in den Venen eines Menschen ein Blutgerinnsel bildet.

Manchmal verursacht sie Symptome wie Druckempfindlichkeit, Hautrötung, eine Schwellung am Unterschenkel oder eine Erwärmung im betroffenen Bereich. Oft löst eine TVT aber auch gar keine Symptome aus.

Ursachen und Risikofaktoren

Manche Menschen haben ein erhöhtes Risiko für Thrombosen, etwa Menschen mit Krampfadern oder einer Blutgerinnungsstörung.

Auch wenn ein Bein über einige Tage ruhiggestellt bleibt, etwa nach einer Verletzung, steigt das Risiko, dass sich eine Venenthrombose in einer Bein- oder Beckenvene bildet. Der Hauptgrund: Das Blut fließt nicht mehr so schnell durch die Venen wie bei regelmäßiger Bewegung. Dadurch kann es eher verklumpen, und es entstehen kleine Blutgerinnsel. Diese können die Venen verstopfen und den Blutfluss behindern.

Das Risiko, zum Beispiel auf einer langen Flugreise eine Thrombose zu entwickeln („Reisethrombose“), ist eher gering.

Folgen

Die meisten TVTs lösen sich ohne Behandlung auf und verursachen keinerlei Probleme. Eine tiefe Venenthrombose kann jedoch gefährlich werden, wenn sich das Blutgerinnsel vom Entstehungsort ablöst, in die Lungen gelangt und dort ein Blutgefäß blockiert. Diese Komplikation wird als Lungenembolie bezeichnet. Sie kann zu Kurzatmigkeit führen und sehr plötzlich gefährlich werden. Bei einer Lungenembolie staut sich Blut auf dem Weg vom Herzen zur Lunge, was das Herz überlasten und sogar zu einem Herzversagen führen kann. Zudem erhält das Lungengewebe zu wenig Blut und Nährstoffe, sodass der Sauerstoffaustausch beeinträchtigt wird.

Eine Lungenembolie tritt am ehesten innerhalb der ersten zwei Wochen nach der Entstehung einer TVT auf. Als Thrombosen mit höherem Risiko für eine Lungenembolie gelten solche, die Symptome auslösen, sowie solche im oberen Beinbereich und im Becken.

Vorbeugung

Es gibt verschiedene Wege, das Risiko für eine TVT zu senken.

Viele Menschen, die nach Operationen oder wegen einer Verletzung einige Tage im Bett verbringen müssen, ziehen Anti-Thrombose-Strümpfe (Kompressionsstrümpfe) an. Auch auf Langstreckenflügen können Kompressionsstrümpfe helfen, vorzubeugen. Solche Strümpfe üben einen leichten Druck auf die Beine aus, wodurch das Blut wieder schneller zum Herzen zurückfließt. Besonders wichtig ist es, möglichst rasch wieder mobil zu werden und sich zu bewegen. Denn Inaktivität erhöht das Thromboserisiko.

Außerdem werden verschiedene Medikamente eingesetzt, die die Gerinnungsfähigkeit des Blutes herabsetzen und so das Risiko einer TVT mindern sollen.

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