Gegipstes Bein: Wann sind Anti-Thrombose-Spritzen sinnvoll?
Wenn ein Bein für längere Zeit durch einen Gips oder eine Schiene ruhiggestellt wird, kann sich eine tiefe Venenthrombose bilden. Menschen mit erhöhtem Thromboserisiko wird daher empfohlen, mit Anti-Thrombose-Spritzen vorzubeugen.
Manchmal zwingt ein Knochenbruch oder eine Operation am Fuß, Sprunggelenk oder Unterschenkel dazu, das betroffene Bein eine Zeitlang ruhigzustellen. Bleibt es über mehrere Tage oder Wochen eingegipst oder geschient, fließt das Blut langsamer durch die Venen als bei normaler Bewegung. Dadurch steigt das Risiko, dass sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) in einer Bein- oder Beckenvene bildet. Blutgerinnsel können die Venen verstopfen und den Blutfluss behindern. Dann spricht man von einer tiefen Venenthrombose (TVT).
Die meisten tiefen Venenthrombosen lösen sich unbemerkt von selbst wieder auf. Manche führen am betroffenen Bein jedoch zu Beschwerden wie Schwellungen, Schmerzen und geröteter Haut. Eine tiefe Venenthrombose kann gefährlich werden, wenn sich das Blutgerinnsel aus der Vene löst. Dann kann es über den Blutkreislauf in die Lunge gelangen und eine Lungenembolie verursachen. Dies passiert zum Glück selten.