Welche Arten von Gentests gibt es?
Je nach Bedeutung des Ergebnisses lassen sich drei Arten von Gentests unterscheiden:
- diagnostische Gentests: Ihre Hauptaufgabe ist, die Ursache einer bereits bestehenden Erkrankung zu finden.
- prognostische Gentests: Mit ihnen lässt sich das Risiko für zukünftige Krankheiten abschätzen. Je nach Erkrankung können sie auch helfen, den Verlauf oder das Risiko für ein erneutes Auftreten der Krankheit ( Rezidiv) einzuschätzen.
- prädiktive Gentests: Sie werden dazu verwendet, vorherzusagen, ob eine Erkrankung auf eine bestimmte Behandlung anspricht. Dazu kann auch gehören, bestimmte Eigenheiten im Stoffwechsel einer Person zu erkennen, die zum Beispiel die Wirkung eines Arzneimittels beeinflussen oder wegen der man empfindlicher auf Umwelteinflüsse reagiert. Prädiktive Gentests können helfen, eine Behandlung zu planen.
Gentests können auch Aufschluss darüber geben, wie wahrscheinlich es ist, ein genetisches Merkmal oder eine Krankheit an die eigenen Kinder zu vererben. Zudem werden sie nicht nur in der Medizin verwendet, sondern auch in der Strafverfolgung oder zur Klärung der Abstammung wie etwa bei einem Vaterschaftstest.
