Was ist ein künstlicher Darmausgang (Stoma)?
Bei einem künstlichen Darmausgang (Stoma) wird der Stuhl nicht über den After, sondern durch eine Öffnung an der Bauchdecke ausgeschieden. Ein Stoma kann zum Beispiel nötig sein, wenn der Darm stark entzündet ist oder nach einer Operation eine Zeit lang geschont werden soll. Da man die Ausscheidung über den künstlichen Darmausgang nicht steuern kann, wird der Stuhl in speziellen Stoma-Beuteln aufgefangen, die auch Gerüche zurückhalten.
Der Fachbegriff für einen künstlichen Darmausgang lautet Enterostoma, kurz „Stoma“. Er wird auch als „Anus praeternaturalis“, „Anus praeter“ oder noch kürzer A.P. bezeichnet. Noch genauer sind die Begriffe „Ileostoma“ und „Kolostoma“: Das Ileostoma ist ein künstlicher Ausgang des Dünndarms, das Kolostoma ein künstlicher Ausgang des Dickdarms.

