Ich nahm ab und wurde immer schwächer
Wieder zu Hause erholte ich mich nicht wirklich, im Gegenteil: In den nächsten Wochen ging es immer weiter bergab. Bis ich eines Abends sogar in die Notaufnahme ging. Dort wurden ein Röntgen und ein Ultraschall des Bauches gemacht, beides war unauffällig. Immerhin wurde dann endlich auch eine Darmspiegelung empfohlen – allerdings war der Termin dafür erst ein paar Wochen später. In der Zwischenzeit bekam ich noch Fieber, meine Hausärztin verschrieb mir ein Antibiotikum – nichts half.
Ich verlor weiter an Gewicht, hatte immer stärkere Durchfälle mit grünlichem Stuhlgang und ging an einem Freitagabend erneut in die Notaufnahme. Ich hoffte, einen früheren Termin für eine Darmspiegelung zu bekommen. Leider war der Arzt in der Notaufnahme sehr unfreundlich und verständnislos und wollte mich wieder nach Hause schicken. Sowohl meine Mutter als auch meine Freundin redeten jedoch so lange auf ihn ein, bis er widerwillig zusagte, mich über Nacht dazubehalten.
Mir ging es so schlecht, dass ich kaum etwas bei mir behielt und mich erbrach, sobald ich eine Kleinigkeit trank oder aß. Deswegen bekam ich Flüssigkeit per Infusion und Schmerzmittel sowie andere Medikamente gegen die Übelkeit, damit ich überhaupt in der Lage war, das Abführmittel für die Darmspiegelung einzunehmen. Nach dem Wochenende wurde gleich eine doppelte Spiegelung gemacht: noch einmal der Magen und der gesamte Darm.