Medikamente zum Einnehmen oder Spritzen

Foto von Frau mit Schuppenflechte am Ellbogen (PantherMedia / Hriana) Bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis reicht eine äußerliche Behandlung nicht immer aus. Dann kommen Medikamente infrage, die im ganzen Körper wirken. Sie werden entweder als Tablette eingenommen oder gespritzt. Wegen der möglichen Nebenwirkungen ist es sinnvoll, sich gut über ihre Vor- und Nachteile zu informieren.

Eine leichte Psoriasis vulgaris lässt sich bei den meisten Menschen gut mit Medikamenten zum Auftragen behandeln. Bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis kann eine zusätzliche Behandlung nötig sein. Oft versucht man zunächst, die Schuppenflechte mit UV-Licht zu behandeln. Wenn auch die Lichttherapie nicht hilft, kommen Medikamente zum Einnehmen oder Spritzen infrage. Man spricht dann von einer systemischen Therapie, da die Mittel in den Blutkreislauf gelangen und im ganzen Körper wirken. Die Behandlung beginnt in der Regel mit einem dieser Wirkstoffe:

  • Methotrexat (Handelsnamen: zum Beispiel Lantarel, Metex, MTX Hexal, Methotrexat AL)
  • Fumarsäureester, kurz Fumarsäure (Handelsname: Fumaderm)
  • Ciclosporin (Handelsnamen: zum Beispiel Ciclosporin Pro, Ciqorin, Sandimmun)
  • eher selten Acitretin (Handelsname: Acicutan)

Wenn diese Mittel die Psoriasis vulgaris nicht ausreichend lindern oder aus anderen Gründen nicht geeignet sind, ist eine Behandlung mit einem Mittel aus der Gruppe der Biologika möglich. Zu diesen biotechnologisch hergestellten Wirkstoffen gehören:

Ein weiteres Mittel, das infrage kommt, ist Apremilast (Otezla). Es gehört zu einer eigenen Wirkstoffklasse.

Vor und während der Behandlung

Da systemische Behandlungen im ganzen Körper wirken, besteht ein erhöhtes Risiko für ernsthafte Nebenwirkungen. Daher ist es sinnvoll, sich vor der Entscheidung für eine Behandlung gut über die Vor- und Nachteile der Mittel zu informieren. Dazu gehört auch, mit der Ärztin oder dem Arzt zu besprechen, ob etwas gegen ihre Anwendung spricht – wie zum Beispiel Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder Behandlungen.

Die meisten Mittel gegen Schuppenflechte beeinflussen zudem das Immunsystem. Um mögliche Folgen wie zum Beispiel schwere Infektionen, Leber- oder Nierenprobleme frühzeitig zu erkennen, werden vor und während der Behandlung regelmäßig bestimmte Blutwerte kontrolliert.

Den Behandlungserfolg beurteilen

Um einschätzen zu können, ob eine Behandlung wirksam ist, wird in Studien oft der sogenannte PASI-Index ermittelt (Abkürzung für „Psoriasis Area and Severity Index“). Dazu betrachtet eine Ärztin oder ein Arzt die Haut und beurteilt

  • die Stärke der Rötung,
  • das Ausmaß der Schuppung,
  • die Dicke der Haut und
  • die Größe der betroffenen Hautfläche.

Mithilfe einer Formel wird anschließend der PASI als Maß für die Schwere der Psoriasis berechnet: Bei einem Wert von 0 liegt keine Psoriasis vor, ab 10 spricht man von einer mittelschweren bis schweren Psoriasis vulgaris. Als Behandlungserfolg gilt, wenn sich der PASI während der Behandlung um mindestens 75 % verringert – also zum Beispiel von 10 auf 2 sinkt.

Fumarsäureester

Fumarsäureester (Handelsname Fumaderm) wird als Tablette eingenommen. Um das Mittel besser verträglich zu machen, wird die Dosierung zu Beginn über mehrere Wochen langsam gesteigert: von einmal täglich 30 mg in der ersten Woche bis dreimal täglich in der dritten Woche. Danach erhöht sich die Dosis pro Tablette auf 120 mg. Die Dosierung wird erhöht, bis sich die Beschwerden bessern. Die Höchstdosis liegt bei sechs Tabletten täglich mit jeweils 120 mg Wirkstoff. Nach spätestens sechs bis acht Wochen sollte sich die Psoriasis deutlich verbessern.

In Studien linderte Fumarsäureester die Psoriasis vulgaris bei schätzungsweise 30 bis 40 von 100 Menschen. Die bisherigen Studien zu diesem Medikament hatten aber nur wenige Teilnehmer und waren nicht gut gemacht. Die Forschungsergebnisse sind daher nicht sehr zuverlässig.

Nebenwirkungen

Fumarsäure führt häufig zu Durchfall, Übelkeit und Bauchschmerzen. Außerdem kann es Hitzewallungen im Gesicht („Flush“) auslösen. In einer Studie hatten etwa 60 von 100 Menschen mindestens eine dieser Nebenwirkungen. Diese können aber mit der Zeit verschwinden und waren in Studien oft nicht so stark, dass die Teilnehmenden deswegen die Behandlung beendeten. Es wird empfohlen, Fumarsäure mit Milch einzunehmen, um die Verträglichkeit zu verbessern.

Gegenanzeigen

Wegen häufiger Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt eignet sich Fumarsäure nicht für Menschen, die bereits eine Magen-Darm-Erkrankung haben, wie zum Beispiel ein Magengeschwür. Das Medikament kann außerdem die Zahl der Abwehrzellen im Blut senken. Für Menschen mit einer Erkrankung des Blutbilds wird es daher nicht empfohlen. Schwangere und stillende Frauen sollten das Mittel nicht nehmen, da die Risiken des Medikaments bei ihnen nicht untersucht sind.

Methotrexat (MTX)

Methotrexat wird nicht nur zur Behandlung von Psoriasis vulgaris, sondern auch bei Gelenkentzündungen eingesetzt. Es hemmt entzündliche Reaktionen und soll bei Arthritis auch vor Gelenkschäden schützen.

Methotrexat wird einmal pro Woche als Tablette eingenommen oder gespritzt –  entweder unter die Haut, in den Muskel oder in die Vene. Die Tablette sollte abends mit viel Wasser geschluckt werden, aber weder mit einer Mahlzeit noch zusammen mit Milch. Möglich ist eine Dosierung zwischen 5 und 30 mg. In der Regel beginnt man die Behandlung mit 7,5 mg und erhöht die Dosis, wenn nötig.

In Studien konnte Methotrexat eine Schuppenflechte bei ungefähr 20 bis 30 von 100 Personen deutlich lindern.

Nebenwirkungen

Methotrexat kann Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit auslösen und Infektionen begünstigen. Wird Methotrexat gespritzt, ist es für Magen und Darm verträglicher. Eine seltenere, aber mögliche Nebenwirkung ist vorübergehender Haarausfall.

Einige Nebenwirkungen werden dadurch verursacht, dass Methotrexat die Wirkung von Folsäure im Körper hemmt. Folsäure ist ein B-Vitamin, das die Neubildung von Zellen und die Zellteilung unterstützt. Das Risiko für diese Nebenwirkungen lässt sich senken, wenn man zusätzlich einmal pro Woche niedrig dosierte Folsäure (5 bis 10 mg) einnimmt.

Methotrexat kann auf Dauer die Leberfunktion beeinträchtigen und ernsthafte Lebererkrankungen begünstigen. Viele Menschen, die das Medikament nehmen, haben erhöhte Leberwerte. Tatsächliche Leberschäden sind nach bisherigen Studien aber selten.

Gegenanzeigen

Menschen, die viel Alkohol trinken oder bereits eine schwere Lebererkrankung haben, wird davon abgeraten, Methotrexat zu nehmen. Auch bei einem akuten Geschwür des Magens oder Zwölffingerdarms oder bei einer schweren Nierenerkrankung sollte das Medikament nicht angewendet werden.

Für schwangere oder stillende Frauen sowie für Männer und Frauen mit Kinderwunsch ist Methotrexat ebenfalls nicht geeignet. Nach Ende der Behandlung mit Methotrexat sollte noch für sechs Monate sicher verhütet werden.

Ciclosporin

Ciclosporin wird morgens und abends als Kapsel oder Lösung eingenommen. Die Menge richtet sich nach dem Körpergewicht. Üblicherweise beginnt man die Behandlung mit einer Dosis von 2,5 Milligramm (mg) pro Kilogramm Körpergewicht (kgKG) pro Tag. Bei einem Körpergewicht von 80 kg würde man also mit einer täglichen Dosis von 200 mg (2,5 x 80) beginnen, aufgeteilt auf jeweils 100 mg morgens und abends. Wenn sich nach vier Wochen keine Besserung zeigt, kann die Dosierung auf maximal 5 mg pro kgKG erhöht werden.

In Studien konnte Ciclosporin die Hautveränderungen bei Psoriasis vulgaris wirksam lindern. Das Medikament besserte die Beschwerden bei ungefähr 25 von 100 Personen deutlich. Die Wirkung zeigt sich in der Regel nach etwa vier Wochen.

Meist wird empfohlen, Ciclosporin nicht länger als einige Monate anzuwenden. Für Menschen mit schwerer Psoriasis, bei denen das Mittel gut wirkt, kann eine längere Behandlung infrage kommen, um einen Rückfall zu verhindern. Länger als ein bis höchstens zwei Jahre sollte das Medikament nach aktuellen Empfehlungen aber nicht eingesetzt werden.

Nebenwirkungen

Ciclosporin kann Missempfindungen der Haut wie Kribbeln, Taubheit oder Ameisenlaufen auslösen. Andere mögliche Nebenwirkungen sind Kopf- und Gliederschmerzen, Muskelzittern, verstärkter Haarwuchs und ein erhöhter Blutdruck. Außerdem steigert es das Risiko für Infektionen.

Gegenanzeigen

Ciclosporin kann die Funktion der Nieren und der Leber beeinträchtigen. Es ist daher nicht für Menschen geeignet, die bereits eine Nierenschwäche haben. Dies gilt auch bei einer überstandenen oder bestehenden Krebserkrankung. Für Menschen mit einem unbehandelten oder schlecht eingestellten Bluthochdruck eignet sich Ciclosporin weniger gut, da es den Blutdruck erhöhen kann.

Das Medikament sollte außerdem nicht während einer Psoralen-UVA-Therapie (PUVA) eingenommen werden, da die Kombination aus Ciclosporin und PUVA das Risiko für Hautkrebs deutlich erhöht. Auch Menschen, die bereits viele PUVA-Bestrahlungen hatten, wird von einer Behandlung mit Ciclosporin abgeraten.

Um Wechselwirkungen zu vermeiden, ist es wichtig, der Ärztin oder dem Arzt mitzuteilen, welche Medikamente man bereits anwendet. Dies gilt außerdem für pflanzliche Arzneimittel. So kann beispielsweise Johanniskraut die Wirkung von Ciclosporin abschwächen.

Frauen, die schwanger sind oder werden möchten, sollten Ciclosporin nur in Ausnahmefällen nehmen. Nach aktuellem Wissen kann Ciclosporin das Risiko für Geburtskomplikationen wie zum Beispiel für eine Frühgeburt erhöhen. Auch in der Stillzeit ist das Medikament nicht geeignet.

Acitretin

Früher wurde Psoriasis vulgaris öfter mit Acitretin behandelt. Seine Wirksamkeit ist aber kaum in Studien untersucht. Fachleute gehen davon aus, dass es deutlich weniger gut gegen Psoriasis hilft als andere Medikamente. Heute wird Acitretin daher nur noch selten verschrieben. Das Mittel wird täglich als Tablette eingenommen, am besten zusammen mit einer Mahlzeit oder Milch.

Acitretin kann eine Alternative sein, wenn andere Medikamente nicht infrage kommen. Es kann auch zusätzlich zu einer UVB-Lichttherapie eingenommen werden, um deren Wirksamkeit zu erhöhen. Um Nebenwirkungen möglichst zu vermeiden, wird Acitretin in Kombination mit der Lichttherapie niedriger dosiert.

Nebenwirkungen

Acitretin führt häufig dazu, dass die Haut, die Lippen und die Mundschleimhaut austrocknen. Auch die Augenlider können austrocknen und sich entzünden. Während der Behandlung sollte man daher keine Kontaktlinsen verwenden. Acitretin macht sowohl die Augen als auch die Haut lichtempfindlicher und führt manchmal zu Haarausfall. Diese Nebenwirkungen gehen aber vorbei, wenn das Medikament abgesetzt wird.

Da Acitretin im Gegensatz zu den meisten anderen Mitteln gegen Psoriasis nicht das Immunsystem unterdrückt, besteht kein erhöhtes Risiko für Infektionen.

Die Kombination von Acitretin mit einer Psoralen-UVA-Lichttherapie (PUVA) kann zu schweren Nebenwirkungen führen und wird daher nicht empfohlen.

Gegenanzeigen

Frauen, die schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, dürfen Acitretin nicht einnehmen, da das Medikament zu Fehlbildungen beim Ungeborenen führen kann. Acitretin kommt für sexuell aktive Mädchen und Frauen nur als Behandlungsmöglichkeit infrage, wenn sie sicher verhüten. Allerdings kann das Mittel die Wirksamkeit der Pille senken. Deshalb ist es wichtig, zur Sicherheit noch ein zweites Verhütungsmittel wie Kondome zu benutzen. Auch nach Abschluss einer Acitretin-Behandlung sollten Frauen noch drei Jahre sicher verhüten und mit einer Schwangerschaft warten, um Fehlbildungen des Kindes zu vermeiden. Stillende Frauen dürfen Acitretin ebenfalls nicht einnehmen.

Bei Menschen mit einer schweren Leber- oder Nierenerkrankung kommt Acitretin nicht infrage. Da das Mittel bestimmte Fettwerte im Blut erhöht, ist es für Menschen mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen weniger gut geeignet.

Das Medikament sollte nicht zusammen mit Ciclosporin oder Methotrexat eingenommen werden.

Kortisontabletten

Manche Ärztinnen und Ärzte verschreiben vor allem Erwachsenen mit schwerer Psoriasis oft noch Kortisontabletten. Sie werden bei Psoriasis vulgaris aber nicht empfohlen und sollten aus verschiedenen Gründen nur in absoluten Ausnahmefällen eingesetzt werden: Zum einen kann die Psoriasis noch ausgeprägter wieder zurückkehren, wenn die Tabletten abgesetzt werden (Rebound-Effekt). Zum anderen können Kortisontabletten bei längerer Einnahme schwere Nebenwirkungen haben.

Apremilast

Apremilast (Handelsname Otezla) gehört zur neuen Wirkstoffklasse der sogenannten PDE-Hemmer und wird als Tablette eingenommen. Die empfohlene Dosis beträgt 30 mg Apremilast zweimal täglich, mit einem Abstand zwischen den beiden Einnahmen von ungefähr zwölf Stunden. Die Dosis beträgt am ersten Tag der Behandlung 10 mg und wird innerhalb der ersten Woche auf 60 mg gesteigert. Bei der Behandlung mit Apremilast sollte sich die Psoriasis innerhalb von 24 Wochen deutlich bessern. Falls nicht, wird die Behandlung in der Regel beendet. Apremilast kann eingesetzt werden, wenn andere orale Medikamente oder eine Lichttherapie mit Psoralen erfolglos sind oder aus anderen Gründen nicht infrage kommen.

Biologika

Eine Behandlung mit Biologika kommt in der Regel für Menschen infrage, denen weder eine Therapie mit UV-Licht noch eine Behandlung mit Medikamenten wie Ciclosporin oder Methotrexat ausreichend geholfen hat. Manche Biologika können auch eingesetzt werden, wenn vorher keine anderen Behandlungen ausprobiert wurden.

Biologika sind sehr wirksame Medikamente. Studien zeigen, dass sie Beschwerden bei einer Psoriasis vulgaris etwa bei 70 von 100 Menschen deutlich lindern können.

Nebenwirkungen

Da alle Biologika das Immunsystem dämpfen, können sie die Neigung zu Infektionen erhöhen. Dazu gehören insbesondere Infekte der oberen Atemwege wie Bronchitis sowie Harnwegsentzündungen. Während einer Behandlung mit Biologika besteht auch ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Infektionen, zum Beispiel der Lunge, des Herzmuskels oder tieferer Hautschichten.

Studienergebnisse erlauben folgende Schätzungen zu diesen Nebenwirkungen:

  • Bei etwa 5 von 100 Personen führen Biologika zu einer Nebenwirkung.
  • Etwa 4 von 100 Personen brechen die Behandlung aufgrund von Nebenwirkungen ab.
  • Etwa eine von 100 Personen bekommt infolge der Biologika-Behandlung eine schwere Infektion.

Da Biologika gespritzt werden, können sie zudem an der Einstichstelle zu Rötungen, Juckreiz, Schwellungen und Blutergüssen führen. Solche Reaktionen sind relativ häufig, mit der Zeit kann sich der Körper aber an die Spritzen gewöhnen.

Gegenanzeigen

Gründe, die gegen die Behandlung mit Biologika sprechen können, sind:

  • eine schwere Nieren- oder Leberschwäche
  • eine bestehende oder überstandene Krebserkrankung
  • eine multiple Sklerose bei sich selbst, den Geschwistern oder Eltern
  • eine bestehende oder überstandene Hepatitis-Infektion
  • eine bestehende oder überstandene Tuberkulose
  • eine schwere Herzschwäche
  • eine schwere Infektion

Anwendung von Biologika

Adalimumab

Adalimumab (Handelsname Humira) wird mithilfe eines Fertigpens oder einer Fertigspritze unter die Haut gespritzt. Die erste Dosis liegt bei 80 mg, alle folgenden bei 40 mg. Die zweite Dosis wird eine Woche nach der ersten gespritzt, alle weiteren nur noch alle zwei Wochen. Spätestens 16 Wochen nach Beginn der Behandlung sollte sich die Psoriasis deutlich gebessert haben.

Etanercept

Etanercept wird ein- oder zweimal pro Woche mit einer Fertigspritze oder einem Fertigpen unter die Haut gespritzt. Die Dosierung liegt in der Regel bei 50 mg wöchentlich und kann bei Bedarf vorübergehend auf 100 mg erhöht werden. Eine deutliche Besserung sollte sich nach zwölf Wochen zeigen.

Infliximab

Infliximab wird als Infusion in die Vene gegeben. Die Dosierung richtet sich nach dem Körpergewicht (5 mg pro kgKG). Die zweite Infusion wird zwei Wochen nach der ersten, die dritte Infusion vier Wochen nach der zweiten gegeben und alle weiteren dann im Abstand von acht Wochen. Nach 14 Wochen sollten sich die Beschwerden deutlich gebessert haben.

Secukinumab

Secukinumab (Handelsname Cosentyx) wird mit einem Fertigpen oder einer Fertigspritze unter die Haut gespritzt. Es wird in den ersten vier Wochen einmal wöchentlich, danach einmal monatlich angewendet. Die Dosierung liegt bei 300 mg pro Woche. Da die Fertigspritzen 150 mg des Wirkstoffs enthalten, entspricht dies zwei Spritzen. Eine deutliche Besserung der Psoriasis sollte sich innerhalb von 16 Wochen zeigen.

Ustekinumab

Ustekinumab (Handelsname Stelara) wird mit einer Fertigspritze unter die Haut gespritzt. Die ersten beiden Spritzen werden in einem Abstand von vier Wochen gegeben. Danach wird das Mittel nur noch alle zwölf Wochen gespritzt. Die Dosierung liegt bei 45 mg pro Spritze. Bei Menschen, die über 100 kg wiegen, kann das Medikament höher dosiert werden. Die Psoriasis sollte sich mit der Behandlung innerhalb von 28 Wochen deutlich bessern.

Entscheidung für ein Medikament

Fachleute sind sich nicht einig, welches Mittel am besten zuerst ausprobiert wird. Bei der Auswahl spielen verschiedene Faktoren eine Rolle – zum Beispiel, ob es Gesundheitsprobleme gibt, die gegen bestimmte Medikamente sprechen, und wie gut man ein Mittel verträgt.

Wenn die Schuppenflechte mit einer Gelenkentzündung einhergeht (Psoriasis Arthritis), werden bevorzugt Mittel eingesetzt, die auch gegen die Gelenkveränderungen helfen (Methotrexat und Biologika).

Schlagwörter: Arthritis, Haut und Haare, L29, L40, Psoriasis, R21, Schuppenflechte