Zuerst wusste ich gar nicht, was los war

Foto von Großmutter und Enkelkind
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Edith, 71 Jahre

„Zuerst wusste ich gar nicht, was eigentlich los war und hatte Angst, dass ich einen Herzinfarkt habe. Ich spürte einen sehr starken Druck und große Enge im Brustkorb.“

Vor etwa vier Jahren hatte ich das erste Mal . Zuerst wusste ich gar nicht, was eigentlich los war und hatte Angst, dass ich einen habe. Ich spürte einen sehr starken Druck und große Enge im Brustkorb. Ich bin dann mit meinem Mann in das Krankenhaus gefahren. Dort haben sie mir gesagt, dass ich habe. Ich hatte überhaupt keine Vorstellung, was das ist.

Die Ärzte haben mir im Krankenhaus erst einmal etwas zur Beruhigung gegeben. Am nächsten Morgen ging das wieder von alleine weg.

Die Ursachen für das sind bei mir nicht klar. Ich habe . Dagegen nehme ich jetzt jeden Tag einen .

Ich habe gelernt, damit umzugehen

Das trat immer wieder und in immer kürzeren Abständen auf, vor allem in der Nacht oder spät am Abend. Bis ich es alle zwei, drei Wochen hatte. Am Anfang empfand ich das als sehr bedrohlich. Ich hatte viele Ängste.

Mit der Zeit habe ich gelernt, damit umzugehen. Ich habe auch schon sehr früh gespürt, wenn es wieder losging: Das Herz fing an zu rasen. Dann habe ich mein Medikament eingenommen und meistens war es nach ein bis zwei Stunden wieder weg. Wenn ich keine Medikamente genommen habe, konnte es auch schon mal eine ganze Nacht dauern. Die Angst wurde dann irgendwann weniger, da ich ja wusste, dass es ist und nicht etwa ein .

Manchmal haben die Ärzte im Krankenhaus das Flimmern auch mit elektrischen Impulsen behandelt. Das wurde immer unter gemacht. Ich hatte das erste Mal sehr viel Angst davor. Aber es war ganz schnell vorbei und ich bin auch schnell wieder aufgewacht. Von der Behandlung habe ich nichts gemerkt.

Die Erschöpfung danach hat mich sehr belastet

Ich habe in dieser Zeit mit vielen Freunden und Bekannten gesprochen. Einer hat mir erzählt, dass er nach einer Operation keine Beschwerden mehr hatte. Bei ihm war eine Ablation gemacht worden. Das fand ich sehr interessant, weil das häufige schon sehr belastend für mich war.

Die ersten ein, zwei Tage nach einem war ich immer total platt und körperlich erschöpft. Das war damals für mich eigentlich das Schlimmste. Mit dem konnte ich irgendwann umgehen, aber diese Mattheit am nächsten und übernächsten Tag belastete mich sehr. Es war so, als hätte ich keine Kraft mehr.

Ich habe mich operieren lassen und bin sehr zufrieden

Im letzten Jahr habe ich mich dann operieren lassen. Bei mir wurde bei der Operation jedoch eine Vene verletzt und ich musste länger im Krankenhaus bleiben als geplant. Ich war dadurch körperlich angeschlagen und habe recht lange gebraucht, um mich zu erholen. Ich habe mich sehr schwach gefühlt, kam die Treppen kaum hoch und konnte nichts Schweres heben, da fehlte mir gleich die Luft. Das geht jetzt wieder besser. Wenn ich hohe Treppen steigen muss, dann muss ich immer noch schwer atmen, aber vielleicht ist das jetzt auch das Alter. Sonst geht es mir wirklich gut. Ich hatte seit der Operation kein mehr. Ich bin sehr zufrieden mit der Operation. Aber jeder Körper ist anders und nicht bei jedem gelingt es so gut. Deswegen finde ich es schwierig, jemandem dazu zu raten.

Ich mache drei bis vier Mal die Woche Wassergymnastik, ich arbeite im Garten und betreue die Enkelkinder. Ich bin jeden Tag dankbar und glücklich mit meinem Leben.

Danksagung

Erfahrungsberichte fassen Interviews mit Betroffenen zusammen. Alle Gesprächspartnerinnen und -partner haben der Veröffentlichung zugestimmt. Ihnen gilt unser herzlicher Dank.

Die Berichte geben einen Einblick in den persönlichen Umgang und das Leben mit einer Erkrankung. Die Aussagen stellen keine Empfehlung des IQWiG dar.

Hinweis: Um die Anonymität der Interviewten zu wahren, ändern wir ihre Vornamen. Die Fotos zeigen unbeteiligte Personen.

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Aktualisiert am 18. November 2020
Nächste geplante Aktualisierung: 2023

Autoren/Herausgeber:

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

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