Was ist Vorhofflimmern?

Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung. Es kann dauerhaft oder nur zeitweise auftreten. Das Herz schlägt dabei unregelmäßig und oft auch zu schnell.

Ein gesundes Herz schlägt im Rhythmus seines wichtigsten Taktgebers: dem Sinusknoten im rechten Vorhof. In Ruhe sendet er 60 bis 80 Impulse pro Minute, die sich schnell auf beide Vorhöfe ausbreiten.

Der AV-Knoten nimmt die elektrischen Impulse auf und gibt sie an das Reizleitungssystem weiter, das die Kammern erregt.

Beim Vorhofflimmern entstehen die Impulse dagegen nicht im Sinusknoten, sondern vor allem im linken Vorhof. Von hier breitet sich die Erregung dann schnell und ungeordnet aus. Dadurch ziehen sich die Vorhöfe nicht mehr regelmäßig zusammen, sondern flimmern nur noch.

Würde sich das Vorhofflimmern auch auf die Kammern übertragen, könnte das Herz nicht mehr richtig schlagen. Der AV-Knoten sorgt wie eine Art Schutzfilter dafür, dass nur einige der vielen Impulse an die Kammern weitergeleitet werden.

Einige Betroffene nehmen das etwa als Herzklopfen wahr, andere dagegen haben gar keine Beschwerden. Ohne Behandlung kann anhaltendes Vorhofflimmern das Herz schwächen und das Risiko für Schlaganfälle erhöhen.

Mehr Informationen finden Sie auf: gesundheitsinformation.de.

Aktualisiert am 05. Dezember 2019
Nächste geplante Aktualisierung: 2021

Herausgeber:

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

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