Einleitung
Ein Hirnaneurysma ist eine beerenförmige Ausbuchtung einer Arterie im oder nahe am Gehirn. Normalerweise sind Arterien fest und elastisch, ähnlich wie Schläuche. Sie transportieren sauerstoffreiches Blut vom Herzen in den Rest des Körpers. Manchmal gibt aber die Wand einer Arterie an einer Stelle nach, wölbt sich nach außen und bildet eine Ausbuchtung. Dann spricht man von einem Aneurysma. Ist die Ausbuchtung einmal da, bildet sie sich nicht mehr zurück.
Aneurysmen können an verschiedenen Stellen im Körper entstehen, etwa an der Hauptschlagader im Bauch (Bauchaorten-Aneurysma) oder einer Arterie im Kopf (Hirnaneurysma). Hirnaneurysmen bilden sich häufig an Verzweigungsstellen der Arterien, die das Gehirn mit Blut versorgen.
Die meisten Hirnaneurysmen verursachen keine Beschwerden und bereiten ein Leben lang keine Probleme. Einige Menschen haben aber ein erhöhtes Risiko, dass ihr Aneurysma irgendwann reißt und eine lebensbedrohliche Hirnblutung auslöst. Eine Hirnblutung ist ein Notfall und muss sofort im Krankenhaus behandelt werden. Um einen Riss zu verhindern, kann eine vorbeugende Operation sinnvoll sein.
