Einleitung

Foto von Freunden beim Picknick (Stockbyte / Photos.com) Basalzellkrebs (Basalzellkarzinom, Basaliom) und Stachelzellkrebs (Stachelzellkarzinom, Spinaliom, Plattenepithel-Karzinom) werden oft unter dem Begriff „weißer Hautkrebs“ zusammengefasst. Mit dieser Beschreibung werden sie vom schwarzen Hautkrebs abgegrenzt, der häufig einem dunklen Muttermal oder Leberfleck ähnelt. Die Hautkrebsarten Basalzellkrebs und Stachelzellkrebs sind jedoch deutlich häufiger als Melanome. Sie können aber meist vollständig entfernt werden und breiten sich nur selten im Körper aus.

Viele denken beim Thema Hautkrebs automatisch an den schwarzen Hautkrebs, das bösartige (maligne) Melanom. Das liegt vermutlich daran, dass manche Melanome besonders gefährlich werden können.

Symptome

Weißer Hautkrebs kann ganz unterschiedlich aussehen und sich entsprechend unterschiedlich bemerkbar machen: Die betroffene Stelle kann sich schuppen, verfärben oder uneben werden. Deshalb ist es schwer, zwischen einem Hauttumor und gewöhnlichen Hautflecken zu unterscheiden.

Von diesen kleinen Veränderungen abgesehen, verursacht weißer Hautkrebs gewöhnlich keine typischen Beschwerden.

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Ursachen und Risikofaktoren

Es gibt verschiedene Faktoren, die weißen Hautkrebs begünstigen. Viel Sonne ist der bedeutendste von ihnen, aber auch der Hauttyp oder bestimmte Krankheiten spielen eine Rolle.

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Häufigkeit

Basalzellkrebs und Stachelzellkrebs zählen zu den häufigsten Krebsarten. Groben Schätzungen zufolge erkrankten in Deutschland im Jahr 2010 etwa 78.000 Männer und etwa 74.000 Frauen an einem Basalzellkrebs. An Stachelzellkrebs erkrankten in dieser Zeit etwa 22.000 Männer und etwa 15.000 Frauen.

Das Risiko für weißen Hautkrebs steigt mit dem Alter. Während Stachelzellkrebs häufig bei über 60-Jährigen diagnostiziert wird, tritt Basalzellkrebs bereits häufig im Alter von 40 bis 50 Jahren auf.

Verlauf

Ein Basalzellkrebs wächst langsam und bildet selten Absiedlungen (Metastasen) in anderen Organen. Er kann aber in tiefere Gewebe eindringen, wenn er lange unerkannt bleibt, und ist dann schwieriger zu behandeln. Von 1000 erkrankten Personen stirbt etwa eine an Basalzellkrebs.

Stachelzellkrebs ist aggressiver als Basalzellkrebs. Stachelzellkrebs wächst ebenfalls an der Stelle, an der er entstanden ist, und zerstört dabei nach und nach das benachbarte Gewebe. Ohne Behandlung besteht die Gefahr, dass sich der Krebs weiter im Körper ausbreitet. Etwa 40 bis 50 von 1000 Erkrankten sterben an Stachelzellkrebs.

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Früherkennung

Eine Früherkennung (Hautkrebs-Screening) richtet sich an eine möglichst große Gruppe scheinbar gesunder Menschen – bei der Hautkrebs-Früherkennung sind es alle ab einem Alter von 35 Jahren. Sie soll helfen, einen unentdeckten Tumor zu erkennen, bevor er in andere Gewebe eingewachsen ist oder Metastasen gebildet hat. Das Ziel ist, ihn so besser behandeln und vollständig heilen zu können.

Zur Hautkrebs-Früherkennung sieht sich eine Ärztin oder ein Arzt die Haut von Kopf bis Fuß mit dem bloßen Auge genau an. Für eine sorgfältige Untersuchung müssen auch Hautfalten und Schleimhäute betrachtet werden. Man kann auch selbst nach Auffälligkeiten Ausschau halten.

Vorbeugung

Einen 100-prozentigen Schutz vor weißem Hautkrebs gibt es nicht. Generell ist es vernünftig, übermäßige ultraviolette (UV-) Strahlung zu vermeiden. Dies bedeutet vor allem, nicht zu lange ungeschützt in die Sonne zu gehen und keine Sonnenbänke zu benutzen.

Behandlung

Basalzellkrebs und Stachelzellkrebs lassen sich vor allem im Frühstadium oft mit einem kleinen Eingriff vollständig entfernen. Wenn ein Hauttumor nicht mehr operiert werden kann, kommen auch eine Bestrahlung oder Arzneimittel infrage. Ist ein Tumor tiefer eingewachsen, sind größere Eingriffe nötig.

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Weitere Informationen

Stachzellkrebs ist seit Anfang 2015 als Berufskrankheit anerkannt. Denn wer sich durch seine Arbeit viel draußen aufhält und dadurch häufig UV-Strahlung ausgesetzt ist, hat ein erhöhtes Risiko, an weißem Hautkrebs zu erkranken.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) gibt Hinweise für Nutzerinnen und Nutzer von Solarien.

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