Programme und Medikamente zum Abnehmen

Foto von Familie beim Spaziergang (PantherMedia / vladvitek) Zur Gewichtsreduktion bei Adipositas wird eine Kombination aus Ernährungsumstellung, mehr Bewegung und Verhaltensänderungen empfohlen. Viele Abnehmprogramme bestehen aus diesen Elementen. Manchmal kommt zusätzlich eine Behandlung mit einem Medikament infrage. Bei sehr einseitigen Diäten ist Vorsicht geboten.

Der Ruheumsatz des Körpers – also die Energie, die er für die Grundfunktionen benötigt – macht im Durchschnitt etwa 70 % des täglichen Energiebedarfs aus. Körperliche Aktivität hat einen geringeren Anteil am Kalorienumsatz. Die Menge der aufgenommenen Kalorien hat daher einen größeren Einfluss auf das Körpergewicht als Bewegung.

Entscheidend ist beim Abnehmen, dass man weniger Energie zu sich zu nimmt als man verbraucht. Aus welchen Nährstoffen sich die Kost dabei zusammensetzt, ist eher nachrangig. Sport und Bewegung sind eine sinnvolle Ergänzung, weil sie die Gewichtsabnahme unterstützen und auch Bluthochdruck und Diabetes günstig beeinflussen können.

Welche Rolle spielen Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße?

Manche Ernährungsformen setzen auf eine besonders kohlenhydrat- oder fettarme Ernährung, oder auf eine besonders eiweißreiche Kost. Solche Diäten können im Alltag schwer durchzuhalten sein, weil sie viele Einschränkungen mit sich bringen. Eine Auswertung von Studien zum Vergleich unterschiedlicher Abnehmprogramme hat zudem ergeben, dass es keine große Rolle spielt, ob man sich eher fett- oder kohlenhydratarm ernährt.

Solche Diäten können zudem unausgewogen sein und Nebenwirkungen haben. So führte eine besonders eiweißhaltige Kost in einer Studie zum Beispiel häufiger zu Magen-Darm-Problemen und Mundgeruch. Auch fühlten sich die Teilnehmenden schlapp und hatten öfter Muskelkrämpfe und Ausschlag.

Fachleute raten aus diesen Gründen eher von einseitigen Methoden ab. Sie empfehlen eine persönlich angepasste Ernährungsumstellung, die realistisch umsetzbar ist und auch langfristig erfolgreich sein kann. Beispielsweise fällt es manchen Menschen schwer, weniger tierische Produkte wie Fleisch und Käse zu essen (fetthaltige Lebensmittel), während andere sich eher schwer damit tun, weniger Nudeln, Reis und Kartoffeln (kohlenhydratreiche Lebensmittel) zu verzehren.

Zudem lässt sich der vollständige Verzicht auf geliebte Lebensmittel oft nicht mit dem Alltag, der Familie oder dem Essen auswärts vereinbaren. Mit anderen Worten: Eine Umstellung auf eine kalorienärmere Ernährung eignet sich dann zum Abnehmen, wenn sie praktikabel ist und dauerhaft durchgehalten werden kann. Natürlich sollte sie auch keine gesundheitlichen Risiken haben und nicht zu einer Mangelernährung führen.

Welche Programme werden zum Abnehmen empfohlen?

Zur Gewichtsabnahme wurden verschiedene Programme entwickelt, die zum Teil auch wissenschaftlich geprüft sind. Alle zur Behandlung von Adipositas empfohlenen Programme enthalten Elemente aus der Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie. Verhaltensänderungen können zum Beispiel den Einkauf von Lebensmitteln betreffen. Außerdem geht es darum zu lernen, wie man selbst auf die Ernährung achten kann, einen flexiblen, umsetzbaren Plan für Ernährung und Bewegung erstellt und sich realistische Ziele setzt.

In Deutschland werden folgende Programme bundesweit angeboten und nach den aktuellen Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften empfohlen:

  • Abnehmen mit Genuss wird von den allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) zur Verfügung gestellt. Es basiert auf einer Ernährungs- und Bewegungstherapie und kann internetbasiert am Computer und mithilfe einer App oder schriftlich umgesetzt werden. Über diese Medien erhält man auch die begleitende Beratung und Unterstützung. AOK-Mitgliedern werden die Kosten teilweise oder ganz erstattet.
  • Bodymed wird vor allem von Arztpraxen angeboten. Dabei werden über zwölf Wochen zunächst zwei, später eine Mahlzeit am Tag durch sogenannte Formelnahrung (Mixgetränke und Riegel) ersetzt. Das Programm beinhaltet zudem Beratungen zu den Themen Ernährung und Bewegung, die dabei helfen sollen, die Ernährung auch langfristig umzustellen und das erreichte Gewicht zu halten.
  • Ich nehme ab wurde von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) entwickelt. Eine Liste von Anbietern findet sich auf der Internetseite der DGE. Im Programm werden verschiedene Materialien eingesetzt wie ein Rezeptbuch und ein Ernährungs- und Bewegungstagebuch. Die Teilnahme ist auch ohne zusätzliche Beratung eigenständig möglich, ist dann nach Studienergebnissen aber weniger wirksam.
  • M.O.B.I.L.I.S.: Dieses Programm wird unter anderem von verschiedenen Krankenkassen unterstützt. Es beinhaltet Gruppensitzungen und Kurse zu den Themen Bewegung, Ernährung und Verhaltensänderung, wobei der Schwerpunkt auf einer Steigerung der körperlichen Aktivität liegt. Das Programm dauert ein Jahr, die Kosten werden von manchen Krankenkassen teilweise übernommen. M.O.B.I.L.I.S. richtet sich vor allem an Menschen mit starker Adipositas (Grad 2).
  • Optifast-52 beginnt mit einer einwöchigen Vorbereitungsphase. Eine zwölfwöchige Diät, bei der zunächst alle Mahlzeiten durch eine besonders eiweißhaltige Formelnahrung ersetzt werden, schließt sich an. In den folgenden sechs Wochen wird die Ernährung schrittweise auf feste Kost umgestellt. Der Rest des ein Jahr dauernden Programms zielt darauf ab, die Ernährung und das Körpergewicht langfristig zu stabilisieren. Das Programm wird in Gruppen angeboten und umfasst eine Betreuung durch Fachkräfte aus Medizin, Ernährungswissenschaften, Psychologie und Sport. Es richtet sich insbesondere an Menschen mit starker Adipositas (Grad 2 und 3).
  • Weight Watchers arbeitet mit einem Punktesystem. Das Grundprinzip besteht darin, dass pro Tag eine bestimmte Anzahl an Punkten verbraucht werden darf. Der Punktwert eines Lebensmittels hängt vor allem von den darin enthaltenen Kalorien, aber auch von seiner Zusammensetzung ab. Durch körperliche Aktivität kann man Punkte „dazuverdienen“, also entsprechend mehr Kalorien aufnehmen. Eine Teilnahme ist online (am Computer und per App) oder auch mit persönlichen Treffen möglich.

Die Entscheidung für ein bestimmtes Programm hängt neben dem Ausgangs- und Zielgewicht vor allem von den persönlichen Vorlieben ab – zum Beispiel, ob man eher ein persönliches Angebot vor Ort nutzen kann oder möchte oder ein internetbasiertes Programm bevorzugt, das im Alltag flexibel umsetzbar ist.

Auch die Kosten spielen eine Rolle. Viele Krankenkassen erstatten für bestimmte Programme einen großen Teil der Kosten. Hierzu informiert man sich am besten direkt bei der eigenen Krankenkasse.

Was kann ich von solchen Programmen erwarten?

In Studien nahmen Menschen, die an Programmen zur Gewichtsreduktion wie etwa Weight Watchers teilnahmen, innerhalb von sechs bis zwölf Monaten zwischen etwa 3 und 8 Kilogramm, durchschnittlich etwa 5 bis 6 Kilogramm, ab.

Programme, bei denen Formelnahrung eingesetzt wird, führten in Studien zu einer stärkeren Abnahme von etwa 10 bis 15 Kilogramm.

Studien geben Hinweise, dass auch onlinebasierte Programme (am Computer oder per App) bei der Gewichtsreduktion helfen. Es ist aber noch nicht ausreichend untersucht, ob sie vergleichbar wirksam sind wie Programme, die persönlichen Kontakt oder Gruppentreffen beinhalten.

Was bringt zusätzliche Bewegung?

Wer sich mehr bewegt, kann die Ernährungsumstellung sinnvoll ergänzen und auch mehr Gewicht verlieren. In Studien zeigte sich, dass körperlich aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach zwölf Monaten knapp 2 Kilogramm mehr abgenommen hatten als diejenigen, die nur ihre Ernährung umstellten. Ihre Aktivitäten bestanden aus 3- bis 5-mal pro Woche 30 bis 45 Minuten leicht anstrengendem Sport, zum Beispiel zügigem Gehen (Walking).

Körperliche Aktivität hat noch viele andere gesundheitliche Vorteile. So fördert sie die Fitness und wirkt sich günstig auf Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie den Blutdruck aus. Sport kann außerdem ein Ausgleich sein, der die Lebensqualität verbessert und dabei hilft, den Kopf frei zu bekommen.

Studien zeigen aber auch, dass mehr körperliche Aktivität allein in der Regel nicht genügt, um ausreichend abzunehmen. Ohne eine Ernährungsumstellung ist eine größere Gewichtsabnahme kaum zu schaffen.

Wann kommen Medikamente infrage?

Wenn es nicht gelingt, durch eine Anpassung von Ernährung, Bewegung und Verhalten ausreichend Gewicht zu verlieren, kann zusätzlich eine Behandlung mit einem verschreibungspflichtigen Medikament infrage kommen. In Deutschland sind die Mittel Orlistat, Liraglutid, Cathin und Amfepramon zur Behandlung von Adipositas zugelassen.

Orlistat

Orlistat hemmt fettspaltende Enzyme (Lipasen) im Dünndarm und verringert dadurch die Fettmenge, die vom Körper aufgenommen werden kann. Die Gewichtsreduktion durch Orlistat beträgt nach einem Jahr im Durchschnitt etwa drei Kilogramm.

Das Medikament wird dreimal am Tag zusammen mit den Mahlzeiten und einem Glas Wasser eingenommen. Die Tablette kann auch bis zu eine Stunde vor oder nach der Mahlzeit geschluckt werden. Die Behandlung mit Orlistat soll abgebrochen werden, wenn sich das Gewicht innerhalb von zwölf Wochen nicht verändert. Für manche Menschen kommt zur Vorbeugung einer erneuten Gewichtszunahme auch eine längerfristige Behandlung mit Orlistat infrage. Insgesamt soll Orlistat aber nicht länger als sechs Monate angewendet werden.

Mögliche Nebenwirkungen von Orlistat sind ein weicher, fetthaltiger Stuhl, häufiger Stuhldrang und Luftansammlungen im Magen-Darm-Trakt (Blähbauch). Ein Blähbauch kann sich durch Schmerzen und Magengrummeln oder -gluckern äußern. In Studien zu Orlistat brachen 4 von 100 Menschen die Behandlung aufgrund von Nebenwirkungen ab.

Orlistat kommt nicht infrage zum Beispiel für Schwangere oder Personen, die bestimmte gerinnungshemmende Medikamente (Antikoagulanzien) einnehmen. Wenn das Mittel Durchfall auslöst, kann es die Wirkung der Antibabypille beeinträchtigen. Auch andere Medikamente können Wechselwirkungen mit Orlistat haben. Ob es infrage kommt, lässt sich am besten mit der Ärztin oder dem Arzt besprechen.

Liraglutid

Liraglutid (Handelsname: Saxenda) wird einmal täglich unter die Haut gespritzt, zum Beispiel am Bauch oder Oberschenkel. Der Wirkstoff hemmt das Hunger- und verstärkt das Sättigungsgefühl. Die Gewichtsabnahme beträgt nach einem Jahr im Durchschnitt 5 Kilogramm. Die Dosis wird in den ersten vier Wochen der Anwendung schrittweise erhöht, damit das Mittel möglichst gut verträglich ist.

Mögliche Nebenwirkungen von Liraglutid sind Übelkeit, Durchfall, Verstopfung, Erbrechen und Bauchschmerzen. In Studien brachen etwa 6 von 100 Personen die Behandlung mit Liraglutid aufgrund von Nebenwirkungen ab. Selten kann das Mittel zu Gallensteinen führen.

Da Liraglutid auch den Blutzuckerspiegel senkt, kann es bei Menschen, die Diabetesmedikamente nehmen, das Risiko für eine Unterzuckerung erhöhen. Daher ist es wichtig, die Dosis von Diabetesmedikamenten entsprechend anzupassen. Nicht infrage kommt das Mittel zum Beispiel bei Menschen über 75 Jahre und bei Menschen mit bestimmten Nieren-, Leber- oder Magen-Darm-Erkrankungen.

Cathin und Amfepramon

Cathin (Handelsname Avalin) und Amfepramon (Handelsname Regenon) gehören zu den sogenannten Appetitzüglern und wirken im Gehirn. Neben dem Appetit unterdrücken sie auch den Durst und das Schlafbedürfnis. Die Vor- und Nachteile dieser Arzneimittel sind nur unzureichend untersucht. Für beide Wirkstoffe gibt es Hinweise, dass sie das Gewicht zumindest für kurze Zeit senken können. Die Mittel können jedoch abhängig machen und verschiedene, teils ernsthafte Nebenwirkungen haben. Sie dürfen daher in der Regel nur für 4 bis 6 Wochen und nicht länger als drei Monate angewendet werden.

Nationale und internationale Zulassungsbehörden haben einen Zusammenhang zwischen diesen Wirkstoffen und Todesfällen aufgrund von Bluthochdruck im Lungenkreislauf beobachtet. Daher sind die Medikamente in vielen Ländern nicht zur Behandlung von Übergewicht zugelassen. Weitere Nebenwirkungen sind unter anderem schneller Puls, Herzklopfen, Brustschmerzen, Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen.

Diätversprechen und Ernährungstrends

Viele Diätanbieter werben mit übertriebenen Versprechungen und setzen teils extreme und einseitige Ernährungsformen ein. Solche Diäten können Nebenwirkungen und medizinische Risiken wie Mangelernährung haben. Zudem sind sie langfristig nicht erfolgreich. Auch für Nahrungsergänzungsmittel gibt es bislang keine wissenschaftlichen Belege, dass sie wirksam sind. Ernährungsmedizinische Fachgesellschaften raten daher von solchen Angeboten ab.

Zwei Beispiele anderer Ernährungstrends, für die wissenschaftlich bisher ebenfalls kein Nutzen belegt ist, sind:

  • Diäten mit einem niedrigen glykämischen Index (GLYX): Der glykämische Index gibt an, wie stark kohlenhydratreiche Lebensmittel den Blutzuckerspiegel beeinflussen. Je höher der glykämische Index, desto stärker steigt der Blutzuckerspiegel kurzfristig an. Beispielsweise haben Bananen bei gleicher Menge an Kohlenhydraten einen höheren Index als Äpfel. Bei Menschen ohne Diabetes haben Studien aber keinen klaren Einfluss des Index auf das Gewicht oder zum Beispiel gesundheitlich bedeutende Risikofaktoren für Herzerkrankungen gezeigt. Bei Menschen mit Diabetes kann eine solche Diät allerdings zu einer etwas besseren Einstellung des Blutzuckerspiegels führen.
  • Steinzeitdiät: Die Steinzeit- oder Paläodiät soll die Ernährung des Steinzeitmenschen nachahmen. Für die Praxis bedeutet das den Verzicht auf Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Milchprodukte und industriell hergestellte Lebensmittel wie zum Beispiel Pflanzenöle. Für die Behauptung, eine solche Ernährung sei besonders gesund, da sie der „ursprünglichen“ Kost des Menschen entspräche, gibt es keine wissenschaftlichen Belege.
  • Intervallfasten (auch intermittierendes Fasten): Hierbei verzichtet man für einen bestimmten Zeitraum ganz auf Essen und kalorienhaltige Getränke. Es gibt verschiedene Varianten mit unterschiedlich langen Unterbrechungen. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel, das Frühstück wegzulassen – etwa um 20 Uhr Abend zu essen und dann erst wieder um 12 Uhr am nächsten Tag. In den acht Stunden zwischen Mittag und Abendessen ist keine Diät nötig. Es gibt bislang nur wenige Studien, in denen Intervallfasten untersucht wurde. Unklar ist vor allem, wie erfolgreich die Methode längerfristig ist und ob sie besser funktioniert als andere Abnehmprogramme. Grundsätzlich spricht jedoch nichts dagegen, Intervallfasten auszuprobieren.

Abgesehen davon, dass sich manche Diättrends auf wissenschaftlich nicht haltbare Annahmen stützen, ist es schwer, einseitige oder stark einschränkende Ernährungsformen langfristig einzuhalten.

Was kann ich tun, um das erreichte Gewicht langfristig zu halten?

Viele Diäten bleiben langfristig ohne Erfolg oder erzeugen sogar einen Jo-Jo-Effekt: Dann ist das Gewicht einige Zeit nach der Diät höher als vorher. Wer das erreichte Gewicht dauerhaft halten möchte, muss auch dauerhaft etwas ändern. Dies setzt eine Ernährung voraus, die langfristig im Alltag umsetzbar ist und auch den Genuss am Essen erhält.

Bei jeder Diät ist es wichtig, keine unrealistischen Erwartungen zu haben und nicht enttäuscht aufzugeben, wenn das Gewicht danach wieder etwas steigt. Wer am Ball bleibt, kann zumindest einen Teil des erreichten Gewichtsverlusts auch längerfristig halten. Sich in regelmäßigen Abständen zu wiegen (zum Beispiel an einem festen Wochentag), kann dabei unterstützen. Manche Menschen finden eine sogenannte Bioimpedanz-Analysewaage hilfreich, die auch den Körperfettgehalt misst. So lässt sich etwa ein Zuwachs an Muskeln und ein Verlust an Fett feststellen, selbst wenn sich das Gewicht nicht deutlich verändert hat. Auch verbesserte Werte, zum Beispiel beim Blutdruck oder Cholesterinspiegel, können motivieren.

Eine Reihe von Studien hat untersucht, was auf Dauer hilft, nicht wieder zuzunehmen. Am größten sind die Erfolgsaussichten mit einer Kombination aus einer Ernährung, die dem Energiebedarf des Körpers entspricht, und ausreichender Bewegung. Mit anderen Worten: Wer es schafft, nicht viel mehr Kalorien als nötig zu sich zu nehmen und Sport treibt, hat gute Chancen, sein Gewicht in etwa zu halten.

Es ist nicht leicht zu beurteilen, wann der tägliche Energiebedarf gedeckt ist. Im Alltag kann es hilfreich sein,

  • große Portionen zu vermeiden,
  • kleine Teller zu verwenden,
  • möglichst wenig fettreiche Lebensmittel wie Wurstwaren, Käse, Fast Food, Kuchen, Gebäck, Schokolade oder Chips zu essen,
  • energiereiche Getränke wie Fruchtsäfte, Cola, Eistee und ähnliches nur in Maßen zu trinken oder durch zuckerarme Alternativen wie Schorlen oder Light-Getränke zu ersetzen und
  • wenig Alkohol zu trinken.

Allgemein ist es sinnvoll, auf die Nährwertangaben auf Lebensmittelverpackungen zu achten. Dies kann helfen, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie viel Kalorien in verschiedenen Lebensmitteln enthalten sind. Auch Tagebücher oder Apps können dabei helfen, einen Überblick zu behalten.

Manche Menschen befürchten, dass Süßstoffe Heißhungerattacken auslösen, weil sie den Insulinspiegel kurzfristig erhöhen. In wissenschaftlichen Studien zeigte sich aber kein Zusammenhang zwischen Süßstoffgebrauch und Körpergewicht.

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