Einleitung
Imlunestrant (Handelsname Inluriyo) ist seit Januar 2026 bei Östrogen-Rezeptor-positivem sowie HER2-negativem Brustkrebs mit aktivierender ESR1-Mutation zugelassen, der Metastasen gebildet hat oder lokal fortgeschritten ist. Infrage kommt die Therapie für Frauen und Männer mit Brustkrebs, deren Krebs nach einer vorherigen hormonellen Therapie fortgeschritten ist.
Ein Tumor in der Brust wird, wenn möglich, operativ entfernt. Manchmal ist er dafür jedoch schon zu groß (lokal fortgeschritten) oder hat Absiedlungen in anderen Körperregionen ( Metastasen) gebildet. In diesem Fall spricht man von fortgeschrittenem Brustkrebs.
Wie schnell sich Brustkrebs-Zellen vermehren, hängt beispielsweise davon ab, ob sie Rezeptoren für Hormone wie Östrogen oder Progesteron haben. Einen solchen Tumor nennen Fachleute auch Hormon-Rezeptor positiv (HR-positiv). Bei diesen Tumoren beschleunigen Hormone wie Östrogen oder Progesteron das Wachstum der Krebszellen. Bei anderen ist der Östrogen-Rezeptor durch eine Mutation des ESR1-Gens dauerhaft aktiviert.
Auch ein bestimmter Eiweißbaustein auf der Oberfläche der Krebszellen, der HER2-Rezeptor (humaner epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor 2), reagiert auf Wachstumssignale und regt so das Wachstum des Tumors an. Wenn diese Rezeptoren auf den Zellen eines Brusttumors weniger häufig vorkommen, spricht man von HER2-negativem Brustkrebs. Ein HER2-negativer Brustkrebs wächst vergleichsweise langsam.
Imlunestrant ist ein Antiöstrogen und soll durch die Hormonblockade den Krebs aufhalten.