Finerenon (Kerendia) bei Herzschwäche

Einleitung

Finerenon (Handelsname Kerendia) ist seit März 2026 für Erwachsene zur Behandlung der chronischen mit leicht eingeschränkter und erhaltener Herz-Auswurfleistung und Beschwerden zugelassen.

Bei einer Herzschwäche (auch oder genannt) kann das Herz nicht mehr ausreichend Blut in den Körper pumpen. Das kann dazu führen, dass Organe und Muskeln nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Eine Herzschwäche kann akut auftreten, zum Beispiel nach einem . Meist entwickelt sie sich jedoch langsam infolge eines dauerhaft erhöhten Blutdrucks oder einer koronaren Herzkrankheit. Dann spricht man von chronischer . Bei Herzschwäche mit erhaltener Auswurfleistung schlägt der Herzmuskel zwar noch kräftig, kann sich aber zwischen zwei Schlägen nicht mehr völlig entspannen und füllt sich deshalb nicht richtig mit Blut. Dann kann er weniger Blut in den Körper pumpen.

Wenn eine fortschreitet, wird der Körper immer weniger belastbar. Finerenon soll bei chronischer Herzschwäche die Beschwerden lindern und die Lebenserwartung erhöhen.

Anwendung

Der Wirkstoff ist als Tablette in einer Dosierung von 10, 20 und 40 mg verfügbar und wird einmal täglich eingenommen. Die Dosis wird an die Nierenfunktion und an die Kaliumkonzentration im Blutserum angepasst, die tägliche Höchstdosis beträgt 40 mg.

Andere Behandlungen

Für Patientinnen und Patienten mit chronischer Herzschwäche und Beschwerden kommt eine optimierte individuelle infrage. Sie wird durch die Ärztin oder den Arzt auf die Patientin oder den Patienten abgestimmt und berücksichtigt auch Begleiterkrankungen und Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, koronare Herzkrankheit, Diabetes mellitus, Nierenerkrankung oder Hypercholesterinämie sowie die durch sie verursachten Beschwerden (zum Beispiel Ödeme).

Bewertung

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2026 geprüft, ob Finerenon bei Personen mit Herzschwäche im Vergleich zu den individuell angepassten Therapien Vor- oder Nachteile hat.

Um diese Frage zu beantworten, legte der Hersteller jedoch keine geeigneten Daten vor.

Weitere Informationen

Dieser Text fasst die wichtigsten Ergebnisse des Gutachtens zusammen, das das IQWiG im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses () im Rahmen der Frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln erstellt hat. Der beschließt auf Basis des Gutachtens und eingegangener Stellungnahmen über den Zusatznutzen von Finerenon (Kerendia).

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Finerenon (Herzinsuffizienz mit LVEF ≥ 40 %) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V. Dossierbewertung; Projekt A26-42. 30.07.2026. (IQWiG-Berichte; Band 2294); DOI: 10.60584/A26-42.

IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.

Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Gesundheitsinformation.de kann das Gespräch mit Fachleuten unterstützen, aber nicht ersetzen. Wir bieten keine individuelle Beratung.

Unsere Informationen beruhen auf den Ergebnissen hochwertiger Studien. Sie sind von einem Team aus Medizin, Wissenschaft und Redaktion erstellt und von Expertinnen und Experten außerhalb des IQWiG begutachtet. Wie wir unsere Texte erarbeiten und aktuell halten, beschreiben wir ausführlich in unseren Methoden.

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Über diese Seite

Erstellt am 03. August 2026

Nächste geplante Aktualisierung: 2029

Herausgeber:

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

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