Einleitung

Foto von älterer Patientin und Ärztin bei der Untersuchung auffälliger Hautstellen (PantherMedia / Alexander Raths) Jeder von uns hat Leberflecke, Muttermale oder kleine Unebenheiten, die sich farblich vom Rest der Haut abheben. Das ist normal und gewöhnlich kein Grund zur Sorge. Nur selten handelt es sich bei solchen Malen um Hautkrebs.

Es gibt verschiedene Arten von Hautkrebs. Die größte Bedeutung haben das bösartige (maligne) Melanom, der Basalzellkrebs und der Stachelzellkrebs. Basalzellkrebs und Stachelzellkrebs werden häufig als weißer Hautkrebs zusammengefasst. Das bösartige Melanom wird auch „schwarzer Hautkrebs“ genannt, weil es häufig wie ein sehr dunkles Pigmentmal aussieht. Das heißt, es ähnelt einem Muttermal oder Leberfleck. Das Melanom ist der bekannteste Hautkrebs. Das liegt vermutlich daran, dass bestimmte Melanomtypen gefährlich sind, weil sie sich schnell im Körper ausbreiten.

Symptome

Ein typisches Melanom erscheint als unregelmäßig geformter Hautfleck. Er hat in der Regel eine dunkle oder ungewöhnliche Farbe. Farbe, Größe und Form können sich mit der Zeit verändern.

Von diesen kleinen Veränderungen abgesehen, verursacht schwarzer Hautkrebs zunächst keine Beschwerden. Daher fällt er nicht gleich auf oder wird oft für etwas anderes gehalten. Melanome können deshalb bereits fortgeschritten sein, wenn sie entdeckt werden.

Einige Melanome entstehen in einem älteren Pigmentmal, sehr viele wachsen jedoch neu auf der Haut.

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Ursachen und Risikofaktoren

Es gibt verschiedene Faktoren, die schwarzen Hautkrebs begünstigen. Hierzu gehören die Sonne, der Hauttyp und die familiäre Veranlagung.

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Häufigkeit

Melanome werden in den letzten Jahren auf der ganzen Welt immer häufiger gefunden. In Deutschland sind im Jahr 2010 etwa 24 von 100.000 Männern und 23 von 100.000 Frauen daran erkrankt. Das heißt, es wurde 2010 bei etwas mehr als 18.000 Männern und Frauen ein Melanom festgestellt.

 

Tabelle Männer: Diese Tabelle vermittelt einen Eindruck davon, wie viele von 1000 Männern in den nächsten 10 Jahren voraussichtlich an einem Melanom erkranken oder sterben.
Von 1000 Männern im Alter von … … erkranken in den nächsten 10 Jahren so viele an einem Melanom: … sterben in den nächsten 10 Jahren so viele an einem Melanom:
35 Jahren 1 weniger als 1
45 Jahren 2 weniger als 1
55 Jahren 4 1
65 Jahren 6 1
75 Jahren 6 2

 

Tabelle Frauen: Diese Tabelle vermittelt einen Eindruck davon, wie viele von 1000 Frauen in den nächsten 10 Jahren voraussichtlich an einem Melanom erkranken oder sterben.
Von 1000 Frauen im Alter von … … erkranken in den nächsten 10 Jahren so viele an einem Melanom: … sterben in den nächsten 10 Jahren so viele an einem Melanom:
35 Jahren 2 weniger als 1
45 Jahren 3 weniger als 1
55 Jahren 3 weniger als 1
65 Jahren 4 weniger als 1
75 Jahren 4 1

Verlauf

Es gibt verschiedene Typen von Melanomen, die sich unterschiedlich entwickeln. Einige wachsen relativ lange an der Hautoberfläche und lassen sich durch einen kleinen Eingriff entfernen. Andere können sich leichter über das Blut- oder Lymphsystem ausbreiten und in anderen Körperregionen Absiedlungen (Metastasen) bilden. Wenn sie nicht behandelt werden, können sie innerhalb weniger Monate tödlich sein.

In Deutschland wird mehr als die Hälfte der Melanome in einem frühen Tumorstadium entdeckt. Im Durchschnitt sterben etwa 15 bis 20 von 100 erkrankten Männern und 10 bis 15 von 100 erkrankten Frauen innerhalb von zehn Jahren, nachdem ein Melanom festgestellt worden ist.

Früherkennung

Eine Früherkennung (Hautkrebs-Screening) richtet sich an eine möglichst große Gruppe scheinbar gesunder Menschen – bei der Hautkrebs-Früherkennung sind es alle ab einem Alter von 35 Jahren. Sie soll helfen, einen unentdeckten Tumor zu erkennen, bevor er in andere Gewebe eingewachsen ist oder Metastasen gebildet hat. Das Ziel ist, ihn so besser behandeln und vollständig heilen zu können. Beim Melanom soll die Früherkennung vor allem das Risiko verringern, an einem Tumor zu sterben.

Zur Hautkrebs-Früherkennung sieht sich eine Ärztin oder ein Arzt die Haut von Kopf bis Fuß genau an. Für eine sorgfältige Untersuchung müssen auch Hautfalten und Schleimhäute betrachtet werden. Man kann auch selbst nach Auffälligkeiten Ausschau halten.

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Vorbeugung

Einen 100-prozentigen Schutz vor einem Melanom gibt es nicht. Generell ist es vernünftig, übermäßige ultraviolette (UV-) Strahlung zu vermeiden. Dies bedeutet vor allem, nicht zu lange ungeschützt in die Sonne zu gehen und keine Sonnenbänke zu benutzen.

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Behandlung

Wenn ein schwarzer Hautkrebs festgestellt wird, versucht man meist, den Tumor operativ zu entfernen. Ist er bereits weiter fortgeschritten oder hat Metastasen an anderen Stellen des Körpers gebildet, wird die Operation mit anderen Behandlungen kombiniert, etwa mit Arzneimitteln oder einer Bestrahlung.

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Weitere Informationen

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) gibt Hinweise für Nutzerinnen und Nutzer von Solarien.

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