Menschen mit COPD können eine sogenannte pneumologische (pulmonale) Rehabilitation beantragen. Das mehrwöchige Behandlungsprogramm beinhaltet unter anderem körperliches Training, eine Patientenschulung, Atem-Physiotherapie, Ernährungsberatung und Rauchentwöhnung. Eine pneumologische Reha wird in speziellen Kliniken oder ambulant angeboten. Sie soll dabei unterstützen, die eigene Erkrankung besser in den Griff zu bekommen und trotz der Einschränkungen ein möglichst normales Leben zu führen.
Studien zeigen, dass eine pneumologische Rehabilitation die Lebensqualität bessern und dabei helfen kann, die Folgen der COPD zu bewältigen. Menschen mit häufigen Atemnot-Anfällen, die an einer solchen Reha teilnehmen, müssen in den ersten Jahren danach seltener ins Krankenhaus.
Eine Rehabilitation kann die Belastungsfähigkeit steigern. Dadurch wird es möglich, längere Strecken zu gehen, ohne außer Atem zu kommen. Möglicherweise sinkt in den ersten Jahren nach einer Teilnahme das Risiko, wegen akuter Atemnot-Beschwerden ins Krankenhaus zu müssen. Eine pneumologische Reha kann sowohl Menschen helfen, die gleichbleibende COPD-Beschwerden haben, als auch solchen mit häufigen Atemnot-Anfällen (Exazerbationen).
Da Verbesserungen durch eine Reha allein nicht sehr lange anhalten, ist es wichtig, zum Beispiel mit dem Atemtraining und den Bewegungsübungen im Alltag selbstständig weiterzumachen. Es gibt auch die Möglichkeit, regelmäßig an Bewegungs- oder Atemprogrammen für Menschen mit COPD teilzunehmen. Ob nach einer gewissen Zeit eine erneute Reha sinnvoll ist, lässt sich gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt klären.
Die pneumologische Rehabilitation ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des Disease-Management-Programms ( DMP) COPD.