Wie funktioniert die Mund-zu-Mund-Beatmung?

Wer sich bei einer Wiederbelebung ausschließlich auf die Herzdruckmassage konzentriert, macht alles richtig. Eine Atemspende ist kein Muss für jede Ersthelferin und jeden Ersthelfer: Nur wer sich darin sicher fühlt, zum Beispiel nach einem Lehrgang, sollte die Herzdruckmassage mit einer Mund-zu-Mund-Beatmung kombinieren – und zwar nach dem Schema „30 zu 2“: Nach jeweils 30 Druckbewegungen spendet man der bewusstlosen Person zweimal Atem. Es ist dabei sehr wichtig, dass die Zeit, in der nicht auf den Brustkorb gedrückt wird, so kurz wie möglich ist. Die Beatmung sollte die Herzdruckmassage deshalb insgesamt nicht länger als zehn Sekunden unterbrechen.

So funktioniert die Mund-zu-Mund-Beatmung:

  • Sie umgreifen mit einer Hand das Kinn der Person, ziehen es nach oben und halten mit dem Daumen den Mund offen.
  • Ihre andere Hand legen Sie auf die Stirn der Person und drücken mit Zeigefinger und Daumen die Nase zu.
  • Jetzt atmen Sie ganz normal ein, umschließen mit den Lippen den geöffneten Mund der Person und blasen die eigene Atemluft etwa eine Sekunde lang hinein. Der Brustkorb muss sich beim Beatmen sichtlich heben und, sobald man den Mund wieder löst, senken.
Grafik: Mund-zu-Mund-Beatmung - wie im Text beschrieben

Mund-zu-Mund-Beatmung

Perkins GD, Handley AJ, Koster RW, Castrén M, Smyth MA, Olasveengen T et al. European Resuscitation Council Guidelines for Resuscitation 2015: Section 2. Adult basic life support and automated external defibrillation. Resuscitation 2015; 95: 81-99.

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Erstellt am 18. Oktober 2017
Nächste geplante Aktualisierung: 2021

Autoren/Herausgeber:

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

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