Behandlungen und Untersuchungen

Auf einen Blick: Operationen und Myomembolisation

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Vor- und Nachteile von Operationen und anderen Eingriffen zur Behandlung von Beschwerden wie starken Regelblutungen und Unterleibsschmerzen. Ziel dieser Behandlungen ist es, Myome zu entfernen oder zu verkleinern und die Beschwerden so möglichst dauerhaft zu lindern.

Tabelle: Operationen und Embolisation bei Myomen
Behandlung Vorteile Nachteile
Myom-Entfernung möglich für die meisten Frauen mit Myomen. Ob der Eingriff bei ungewollter Kinderlosigkeit hilft, ist unklar.
  • Kann Beschwerden bei etwa 9 von 10 Frauen lindern.
  • Fruchtbarkeit bleibt erhalten.
  • Myome können nachwachsen und Beschwerden erneut auftreten (bei bis zu 20 von 100 Frauen).
  • Mögliche Komplikationen: Verletzungen im Bauchraum, erneute Behandlungen (bei etwa 5 von 100 Operationen).
Myomembolisation möglich für die meisten Frauen mit bestimmten Myomen als Alternative zur Myom-Entfernung oder Gebärmutter-Entfernung. In der Regel nur für Frauen ohne Kinderwunsch.
  • Kann Beschwerden bei 8 bis 9 von 10 Frauen lindern.
  • Erholung vermutlich rascher als nach Operation zur Entfernung von Myomen oder der Gebärmutter.
  • Linderung der Beschwerden manchmal nur vorübergehend: Etwa 20 von 100 Frauen werden erneut behandelt.
  • Embolisation beeinträchtigt möglicherweise die Fruchtbarkeit.
  • Mögliche Nebenwirkungen: Schmerzen, Gefäßverletzungen, Entzündungen, Ausstoß des Myoms.
  • Erneute Behandlungen sind häufiger als nach Myom- oder Gebärmutter-Entfernung.
Gebärmutter-Entfernung nur für Frauen, die keinen Kinderwunsch (mehr) haben und für die Gebärmutter erhaltende Alternativen nicht infrage kommen.
  • Nach der Operation sind die meisten Frauen dauerhaft beschwerdefrei.
  • Keine Schwangerschaft mehr möglich.
  • Mögliche Komplikationen: Verletzungen im Bauchraum (bei etwa 5 von 100 Operationen).
  • Mögliche langfristige Folgen: Blasenschwäche, Scheidensenkung, Absenkung von Blase oder Darm. Wechseljahre treten früher ein.
  • Bei manchen Frauen Beeinträchtigung von Körpergefühl und Sexualität, psychische Belastung.

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