Wie verläuft weißer Hautkrebs?

Foto von Frau (PantherMedia / Edyta Guhl) Zum weißen Hautkrebs zählen das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom. Das Basalzellkarzinom ist der häufigste Hautkrebs, wächst aber meist nur langsam. Das Plattenepithelkarzinom ist etwas aggressiver. Die meisten Tumoren werden jedoch erkannt, bevor sie sich im Körper ausgebreitet haben.

Basalzellkarzinom

Das Basalzellkarzinom (Basaliom, Basalzellkrebs) entwickelt sich insgesamt am häufigsten bei Menschen um die 60 Jahre und insbesondere im Gesicht, am Hals oder an anderen Stellen des Kopfes, die regelmäßig der Sonne ausgesetzt sind. Er wächst gewöhnlich langsam und nur dort, wo er entstanden ist. Daher wird das Basalzellkarzinom meist entdeckt, wenn es durch eine Operation noch vollständig entfernt werden kann. Trotzdem ist es nicht ganz ungefährlich: Wird es erst sehr spät oder gar nicht behandelt, kann es in tiefer liegendes Gewebe eindringen. Auf diese Weise können zum Beispiel Nase, Augen oder Gesichtsknochen geschädigt werden.

Da ein Basalzellkarzinom in der Regel keine Absiedlungen (Metastasen) an anderen Stellen des Körpers bildet, ist es selten tödlich: Von 1000 erkrankten Personen stirbt nur etwa eine daran.

Plattenepithelkarzinom

Das Plattenepithelkarzinom – auch Plattenepithelkrebs, Stachelzellkrebs und Spinaliom genannt – entwickelt sich ebenfalls vor allem bei älteren Menschen. Im Durchschnitt sind die Erkrankten um die 70 Jahre alt. Ein Spinaliom tritt fast immer an Körperstellen auf, die der Sonne ausgesetzt sind, vor allem im Gesicht, an den Ohren, auf der Unterlippe oder dem Handrücken.

Ein Plattenepithelkarzinom wächst – wie ein Basaliom – an der Stelle, an der es entstanden ist und zerstört dabei benachbartes Gewebe. Er ist aggressiver als das Basalzellkarzinom, vor allem, wenn es im Bereich einer alten Narbe, in einem Geschwür oder auf den Lippen oder Ohren wächst.

Ohne Behandlung besteht die Gefahr, dass sich der Krebs weiter im Körper ausbreitet. Meist wird ein Plattenepithelkarzinom jedoch erkannt, bevor es Metastasen gebildet hat. Dann kann der Krebs meistens recht gut behandelt werden. Etwa 40 bis 50 von 1000 Erkrankten sterben an einem Plattenepithelkarzinom.

Wer schon einmal Hautkrebs hatte, hat ein erhöhtes Risiko, erneut daran zu erkranken. Bei einer erneuten Hautkrebserkrankung kann der Krebs aggressiver sein als bei einer ersten Erkrankung.

Krebsvorstufen: aktinische Keratose und Bowen-Krankheit

Ein Plattenepithelkarzinom entwickelt sich meistens aus einer Krebsvorstufe wie der aktinischen Keratose oder der Bowen-Krankheit. Um zu verhindern, dass es zu Krebs kommt, werden bereits diese Vorstufen behandelt.

Eine aktinische Keratose (solare Keratose, Lichtkeratose) entsteht, wenn die Haut dauerhaft der Sonne ausgesetzt ist und dadurch verhornt. Menschen mit aktinischer Keratose sind häufig schon älter. Oft leben sie in einer Gegend mit intensiver Sonnenstrahlung. Eine aktinische Keratose zeigt sich in der Regel an mehreren Hautstellen. Die Haut ist dort rötlich bis bräunlich gefärbt, rau und schuppig und manchmal dicker oder nach oben gewölbt.

Ob sich eine aktinische Keratose zu einem Krebs weiterentwickelt oder ausheilt, lässt sich kaum vorhersagen. Ärztinnen und Ärzte schlagen in der Regel eine Behandlung vor, um die Veränderung zu entfernen.

Bei der Bowen-Krankheit (Morbus Bowen) grenzt sich eine gerötete, schuppige Stelle deutlich von der gesunden Haut ab. Bei etwa 3 von 100 Personen geht die Bowen-Krankheit in ein Plattenepithelkarzinom über. Ein so entstandener Tumor ist vergleichsweise aggressiv und breitet sich häufig auf andere Körperregionen aus.

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