Wie gut helfen Antibiotika bei akuter Blasenentzündung?

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PantherMedia / Iurii Sokolov

Bei einer unkomplizierten Blasenentzündung sorgt eine Antibiotika-Therapie fast immer dafür, dass die Beschwerden rasch nachlassen. Meist reicht eine Behandlungsdauer von drei Tagen aus. Bei einer unkomplizierten Blasenentzündung sind aber nicht immer erforderlich.

Unkomplizierte Blasenentzündungen sind bei Frauen sehr häufig. Die Ursache ist eine mit Bakterien. Sie macht sich normalerweise als brennender Schmerz beim Wasserlassen bemerkbar, oft verbunden mit gesteigertem Harndrang. Diese Beschwerden können sehr unangenehm sein, lassen sich aber mit gut behandeln. Eine unkomplizierte Blasenentzündung heilt meistens ohne Probleme aus.

Antibiotika sind sehr wirksam

können bei Blasenentzündungen die Beschwerden schnell lindern und die beseitigen, indem sie die abtöten. Das haben Studien belegt, in denen eine Teilnehmergruppe erhielt, eine andere Gruppe dagegen ein Scheinmedikament (). In den Studien ging es den Teilnehmenden, die einnahmen, deutlich schneller wieder besser: Die Schmerzen und das Brennen ließen bei ihnen rasch nach – meistens innerhalb von ein bis drei Tagen. Nach einer Woche zeigt sich:

  • Etwa 26 von 100 Frauen waren beschwerdefrei, wenn sie ein Scheinmedikament einnahmen.
  • Etwa 60 von 100 Frauen hatten keine Beschwerden mehr, wenn sie einnahmen.

Bei einigen Frauen traten bei der Einnahme von Nebenwirkungen auf. Dazu zählten Magen-Darm-Probleme wie Übelkeit und Durchfall, Kopfschmerzen, Hautausschlag und Juckreiz.

Kann auf Antibiotika auch verzichtet werden?

In leichteren Fällen ja – das ist letztendlich aber eine persönliche Abwägung. Möchte man möglichst rasch beschwerdefrei sein, bieten sich an. Kommt eine Frau mit den Beschwerden auch so zurecht und möchte nicht unbedingt einnehmen, kann sie darauf auch verzichten.

Unkomplizierte Blasenentzündungen heilen bei etwa 30 bis 50 von 100 Frauen auch ohne innerhalb einer Woche ab. Eine Frau geht auch kein Risiko ein, wenn sie zunächst auf verzichtet, denn Nachteile sind bei einer unkomplizierten Blasenentzündung nicht zu erwarten. Bei komplizierten Blasenentzündungen sind jedoch unverzichtbar, da sich die zum Beispiel auf die Nieren ausbreiten kann. Ob sinnvoll sind, kann mit der Ärztin oder dem Arzt besprochen werden.

Verschiedene Antibiotika wirken ähnlich gut

In mehreren Studien wurde untersucht, wie effektiv die verschiedenen bei einer Blasenentzündung im Vergleich zueinander sind. Das Fazit: Alle analysierten Mittel lindern die Beschwerden ähnlich gut. Welches Medikament im Einzelfall angebracht ist, hängt unter anderem von folgenden Fragen ab:

  • Spricht etwas gegen die Einnahme bestimmter , beispielsweise Allergien, Unverträglichkeiten oder eine Schwangerschaft?
  • Gibt es ein erhöhtes Risiko für Komplikationen? Hat jemand Begleiterkrankungen oder einen ?
  • Welche Nebenwirkungen treten bei einzelnen häufiger oder seltener auf als bei anderen?
  • Wie empfindlich sind die Erreger gegen verschiedene ?

Manche sind resistent, das heißt unempfindlich gegen bestimmte . Resistente können sich unter anderem bilden, wenn Antibiotika zu häufig eingesetzt werden.

Wie lange Antibiotika einnehmen?

Zur Linderung der Beschwerden reicht meist eine einzige Antibiotika-Dosis mit einem speziellen Wirkstoff aus. Alternativ kann eine Behandlung über 3, 5 oder 7 Tage gewählt werden.

Studien zeigten: Eine ein- bis dreitägige Behandlung genügte den meisten Frauen mit einer unkomplizierten Blasenentzündung, um die Beschwerden zu lindern. Eine längere Antibiotika-Einnahme half nicht besser, führte jedoch häufiger zu Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Problemen oder Hautausschlag.

Während einer Blasenentzündung lassen sich im Urin nachweisen. Nach einer fünftägigen war der Urin fast aller Frauen bakterienfrei. Nach einer dreitägigen Antibiotika-Therapie waren bei einigen Frauen zwar immer noch zu finden. Zu mehr Rückfällen kam es dadurch aber nicht.

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Aktualisiert am 09. Oktober 2019
Nächste geplante Aktualisierung: 2022

Autoren/Herausgeber:

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

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