Wie funktionieren die Bänder?

Durch ein fein aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel von Knochen, Muskeln und Gelenken ist der menschliche Körper stabil und gleichzeitig sehr beweglich. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch die Sehnen und Bänder: Die Sehnen verbinden die Muskeln mit den Knochen und ermöglichen Bewegungen, Bänder geben dem Körper Halt.

Was sind Bänder und welche Funktion haben sie?

Bänder bestehen aus Bindegewebe, das viele feste Fasern aus enthält. Sie kommen in unterschiedlichen Formen und Größen im Körper vor. Manche sehen aus wie Schnüre, andere wie schmale oder breite Streifen. Einige Bänder bilden auch Schlaufen.

Bänder verbinden oft zwei Knochen miteinander, vor allem im Bereich von Gelenken: Wie fest haftende Pflasterstreifen stabilisieren sie das Gelenk oder halten als straffe Verbindungsschnüre die Knochenenden zusammen. So verhindern sie, dass sich die Knochen im Gelenk zu stark verdrehen oder zu weit voneinander entfernen und ausrenken.

Grafik: Wie Pflasterstreifen halten Bänder das obere Sprunggelenk stabil

Wie Pflasterstreifen halten Bänder das obere Sprunggelenk stabil

Es gibt aber auch Bänder, die nicht mit Knochen verbunden sind. Sie sorgen dann zum Beispiel dafür, dass innere Organe in ihrer Position gehalten werden. Ein typisches Beispiel ist die von Bändern im Becken verankerte Gebärmutter. Bänder können auch zwei oder mehrere Organe miteinander verbinden. Das gibt zum Beispiel der Leber, dem Darm und dem Magen in der Bauchhöhle Halt. In diesen Bändern verlaufen außerdem oft empfindliche Strukturen wie Blutgefäße oder Drüsengänge. Sie werden durch die festen Bindegewebsstränge davor geschützt, abzuknicken, sich zu verdrehen oder zu zerreißen.

Ob zwischen Knochen oder Organen – Bänder schaffen stabile Verbindungen im Körper. Entsprechend leitet sich der medizinische Fachbegriff für Band, Ligamentum, vom lateinischen Wort ligare = zusammenbinden, verschnüren ab.

Lippert H. Lehrbuch Anatomie. München: Urban und Fischer; 2017.

Niethard FU, Pfeil J, Biberthaler P. Duale Reihe Orthopädie und Unfallchirurgie. Stuttgart: Thieme; 2014.

Pschyrembel. Klinisches Wörterbuch. Berlin: De Gruyter; 2017.

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Erstellt am 11. Juli 2018
Nächste geplante Aktualisierung: 2021

Autoren/Herausgeber:

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

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