Olipudase alfa (Xenpozyme) bei Mangel an saurer Sphingomyelinase (ASMD) Typ A/B oder Typ B

Einleitung

Olipudase alfa (Handelsname Xenpozyme) ist seit Juni 2022 für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zur Behandlung eines Mangels an saurer Sphingomyelinase (ASMD) mit Typ A/B oder Typ B mit Schädigungen außerhalb des zentralen Nervensystems zugelassen.

Ein Mangel an saurer Sphingomyelinase (ASMD) ist eine seltene erbliche chronische Erkrankung, bei der es zu einer Schädigung der inneren Organe kommt. Die Ursache von ASMD ist ein Mangel des Enzyms saure Sphingomyelinase, das für den Abbau des Fettstoffs Sphingomyelin zuständig ist. Dieser Mangel führt zur Ansammlung von Sphingomyelin in Lunge, Milz, Leber, Knochen und in schweren Fällen im zentralen Nervensystem.

Sie wird in 3 Typen unterschieden:

  • Typ A: schwere neurologische Schäden bereits im Säuglingsalter.
  • Typ B (chronisch-viszeral): betrifft vor allem die Organe. Die Symptome entwickeln sich oft erst im Kindes- oder Erwachsenenalter und schreiten langsamer voran.
  • Typ A/B (chronisch-neuroviszeral): neben Organbeschwerden können leichte neurologische Auffälligkeiten auftreten, jedoch mit leichterem Verlauf als bei Typ A.

Bei den ASMD-Typen A/B und B schreitet die Erkrankung langsamer voran als bei Typ A.

Olipudase alfa soll das körpereigene ersetzen, damit überschüssiges Sphingomyelin wieder abgebaut werden kann und soll so die Erkrankung aufhalten.

Anwendung

Der Wirkstoff wird alle 2 Wochen als gegeben. Die Dosis orientiert sich am Körpergewicht und wird über die ersten 8 Gaben langsam bis zur Erhaltungsdosis gesteigert.

Andere Behandlungen

Bei Personen mit ASMD kommt eine bestmögliche unterstützende Behandlung () infrage. Eine unterstützende Behandlung soll individuell an die Bedürfnisse der Patientin oder des Patienten angepasst werden und Beschwerden verbessern. Dazu gehören bei der Erkrankung je nach Beschwerden beispielsweise Behandlungen des Nervensystems, des Stoffwechsels, des Mund- und Rachenraums oder von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Bewertung

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2026 geprüft, ob Olipudase alfa für Erwachsene mit Mangel an saurer Sphingomyelinase (ASMD) außerhalb des zentralen Nervensystems () mit Typ A/B oder Typ B im Vergleich zu der unterstützenden Vor- oder Nachteile hat.

Um diese Frage zu beantworten, legte der Hersteller Daten vor zu:

Weitere Informationen

Dieser Text fasst die wichtigsten Ergebnisse des Gutachtens zusammen, das das IQWiG im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses () im Rahmen der Frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln erstellt hat. Der beschließt auf Basis der Gutachten und eingegangener Stellungnahmen über den Zusatznutzen von Olipudase alfa (Xenpozyme).

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Olipudase alfa (Mangel an saurer Sphingomyelinase) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V. Dossierbewertung; Projekt A26-48. 30.07.2026. (IQWiG-Berichte; Band 2293); DOI: 10.60584/A26-48.

IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.

Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Gesundheitsinformation.de kann das Gespräch mit Fachleuten unterstützen, aber nicht ersetzen. Wir bieten keine individuelle Beratung.

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Über diese Seite

Erstellt am 24. August 2026

Nächste geplante Aktualisierung: 2029

Herausgeber:

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

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