Was passiert bei einer PET-Untersuchung?

Eine () ist eine Untersuchung, mit der Stoffwechselaktivitäten im Gewebe dargestellt werden können. Dabei werden mehrere Bilder vom Körper oder einer Körperregion erstellt, die die untersuchte Region Schicht für Schicht zeigen, wie in dünnen Scheiben. Aus diesen erzeugt dann ein Computer ein dreidimensionales Bild.

Um die Stoffwechselprozesse sichtbar zu machen, wird eine sehr schwach radioaktive Substanz (auch „Tracer“ genannt) verwendet, die in der Regel gespritzt wird. Die eingesetzte Dosis gilt für Menschen als unbedenklich. Radioaktiv bedeutet, dass der chemische Stoff die Eigenschaft besitzt, ohne Einwirkung von außen zu zerfallen und dabei Strahlung abzugeben. Das PET-Gerät (auch PET-Scanner genannt) kann diese Strahlung messen und so den Weg der Substanz im Körper genau verfolgen.

Wozu dient die PET-Untersuchung?

Das Besondere an der : Man erfährt, wie aktiv der Stoffwechsel in bestimmten Geweben des Körpers ist. Bei der arbeitet man mit einem Trick: Ein schwach radioaktiver Stoff – meist Fluor – wird an Traubenzucker gekoppelt. Diese Verbindung (F-18 Desoxyglukose oder FDG) wird wie ganz normaler Zucker aus dem Blut in die Zellen aufgenommen und zur Energiegewinnung genutzt. Die Strahlung, die beim Zerfall der radioaktiven Substanz entsteht, kann vom PET-Gerät erkannt werden. Dadurch werden besonders Zellen oder Gewebe sichtbar, die viel Energie verbrauchen und eine hohe Stoffwechselrate haben. Dies gilt vor allem für Gehirn- und Herzmuskelzellen sowie entzündetes Gewebe, aber auch für Tumorgewebe.

Gewebe mit schnellem Stoffwechselumsatz und hohem Zuckerverbrauch erscheinen auf Schwarz-Weiß-PET-Aufnahmen als besonders dunkle Flecken, auf Farbbildern als besonders leuchtende Flecken.

Wie bereitet man sich auf eine PET-Untersuchung vor?

Die Klinik oder Praxis stellt rechtzeitig genaue Informationen zur Vorbereitung auf die Untersuchung zur Verfügung. Wichtig zu wissen ist: Vor der Untersuchung mit FDG darf man für mehrere Stunden nichts essen und keine zuckerhaltigen Getränke zu sich nehmen. Zum Beispiel für Menschen mit Diabetes kann dies ein Problem sein. Daher ist es wichtig, die untersuchende Ärztin oder den Arzt darüber zu informieren, ob man andere Erkrankungen hat, schwanger ist, stillt oder Medikamente nimmt. Dies gilt auch für mögliche Allergien oder allergische Reaktionen in der Vergangenheit – denn sehr selten kann es zu allergischen Reaktionen auf die gespritzte Substanz kommen.

Nachdem die leicht radioaktive Substanz gespritzt wurde, ist es wichtig, für eine Weile ruhig liegen zu bleiben, damit sie sich gleichmäßig im Körper verteilen kann. Die Untersuchung selbst dauert etwa eine halbe Stunde. Auch währenddessen sollte man sich nicht bewegen, damit möglichst scharfe Aufnahmen erzeugt werden können. Während der Untersuchung liegt man in einer engen Röhre, die Geräusche erzeugt. Dies kann unangenehm sein und bei einigen Menschen sogar Panik auslösen. Wer zu Angst in engen Räumen neigt, kann auch dies vorab mit der Praxis oder Klinik besprechen.

Was ist der Unterschied zwischen PET und anderen bildgebenden Verfahren?

Bei anderen Bilduntersuchungen wie dem Röntgen, der () oder der () werden die Gewebe, Organe und Knochen selbst abgebildet. Bei der wird dagegen sichtbar gemacht, wie aktiv ein Gewebe ist. Mit anderen Worten: Die Stoffwechselaktivität wird gemessen.

Ein zweiter Unterschied: Es wird nicht wie beim Röntgen oder Ultraschall mit einem Gerät außerhalb des Körpers Strahlung erzeugt und durch den Körper hindurchgeschickt. Stattdessen werden radioaktive Stoffe selbst zum Bestandteil des Körperstoffwechsels und senden aus dem Körper Strahlung aus. Damit ähnelt die PET-Untersuchung einer , bei der auch markierte Stoffe verwendet und in den Körper eingebracht werden.

Was ist eine PET-Computertomografie?

Heute wird ein PET-Scanner sehr häufig mit einem Computertomografen in einem Gerät kombiniert. Damit ist es möglich, die Ergebnisse der genauer anatomisch zuzuordnen als mit der allein.

Es gibt auch Geräte, die einen PET-Scanner und einen Magnetresonanztomografen () miteinander kombinieren ( / ).

Welche Eigenschaften zeichnen die PET aus?

  • Die PET-Untersuchung ist sehr präzise. Oft kann sie selbst kleine Veränderungen von wenigen Millimetern sichtbar machen, beispielsweise von Tumorgewebe.
  • Sie eignet sich besonders zur Untersuchung von Organen oder Gewebearten, die viel Energie verbrauchen und sich durch ihren schnellen Stoffwechsel von benachbartem Gewebe oder anderen Organen gut unterscheiden lassen.
  • So können etwa bösartig veränderte Lymphknoten mit Ultraschall, oder erst dann erkannt werden, wenn sie bereits vergrößert sind. Die kann sie dagegen schon vorher erkennen, da ihr Zuckerstoffwechsel erhöht ist.
  • Mithilfe der ist es möglich, nach einer Chemo- oder bei vergrößerten Lymphknoten oder übriggebliebenem Tumorgewebe genau zu unterscheiden, ob es sich nur um „totes“ Narbengewebe handelt oder ob noch aktive Tumorzellen vorhanden sind.
  • Zudem kann man messen, um wie viel höher der Stoffwechsel in einem bestimmten Bereich ist. Dies könnte für Verlaufsbeobachtungen wichtig sein.
  • Die PET-Untersuchung ist aufwendig und teuer. Zum einen ist die Herstellung der radioaktiven Substanz aufwendig, zum anderen muss ein Labor vorhanden sein, in dem man mit radioaktiven Stoffen arbeiten kann.
  • Außerdem müssen Labor und PET-Gerät in räumlicher Nähe liegen, da die hergestellten radioaktiven Stoffe spätestens nach einem Tag zerfallen. Deshalb gibt es in Deutschland nur wenige Standorte, an denen eine PET-Untersuchung möglich ist.

Entscheidend ist, ob sich aus den möglichen Vorteilen einer gegenüber anderen Untersuchungen auch bessere Behandlungsergebnisse ergeben – und diese Untersuchung damit auch einen Nutzen für Patientinnen und Patienten hat. Bei einer so empfindlichen Methode besteht zum Beispiel das Risiko, dass Auffälligkeiten entdeckt werden, die keine gesundheitliche Bedeutung haben. Dies könnte zu unnötigen weiteren Behandlungen führen.

Strahlenbelastung: Ist die PET gefährlich?

Die Strahlenbelastung bei einer PET-Untersuchung ist begrenzt und ähnelt der Belastung bei anderen Röntgenuntersuchungen wie etwa einer . Eine einzige ist ungefähr mit einer Strahlenbelastung verbunden, der ein Mensch in einem Jahr durch die natürliche Strahlung in der Umwelt ausgesetzt ist.

Bei einer werden Stoffe verwendet, die im Körper sehr schnell zerfallen und zügig über die Nieren ausgeschieden werden. Dies geht noch schneller, wenn man viel trinkt. Die Halbwertszeit des meist verwendeten radioaktiven Tracers beträgt knapp zwei Stunden. Das heißt: Nach etwa zwei Stunden ist nur noch die Hälfte der Radioaktivität vorhanden, nach vier Stunden noch ein Viertel, nach acht Stunden nur noch ein Sechzehntel und so weiter. Trotzdem sollte eine PET-Untersuchung – wie auch andere Röntgenuntersuchungen – nur gemacht werden, wenn sie wirklich notwendig ist.

Pschyrembel Online. 2021.

Andreae S, Avelini P, Berg M et al. Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen. Stuttgart: Thieme; 2008.

Kasper DL, Fauci AS, Hauser SL et al. Harrison's Principles of Internal Medicine. New York: McGraw-Hill; 2015.

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Aktualisiert am 14. Juli 2021
Nächste geplante Aktualisierung: 2024

Autoren/Herausgeber:

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

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