Einleitung
Inebilizumab (Handelsname Uplizna) ist seit Februar 2026 für Erwachsene mit fortgeschrittener Myasthenia gravis als zusätzliche Behandlung zur Standardtherapie zugelassen.
Eine Myasthenia gravis (schwere Muskelschwäche) ist eine sehr seltene chronische Autoimmunerkrankung. Bei dieser Erkrankung kommt es zu einer Störung der Reizübertragung zwischen Nervenenden und Muskeln. Die Folge ist eine Muskelschwäche, die Betroffene anfänglich meist durch Sehstörungen wie wechselnde Doppelbilder oder ermüdete Augenlider wahrnehmen. Im fortgeschrittenen Stadium sind Sprech- sowie Schluckmuskulatur und Mimik und die Atmung bei Belastung betroffen. Typisch für das Krankheitsbild ist, dass sich die Beschwerden häufig im Laufe des Tages verschlechtern.
Welche Ursache die Störung hat, kann im Blut untersucht werden. Zu den Antikörpern, die die Reizübertragung stören, gehören gegen den Acetylcholinrezeptor (AChR) oder die muskelspezifische Tyrosinkinase (MuSK) gerichtete Antikörper.
Inebilizumab soll bei Patientinnen und Patienten mit positiven AChR- oder MuSK-Antikörpern die Autoimmunreaktion abschwächen und so die Reizübertragung vom Nerven auf den Muskel verbessern.