Einleitung

Foto von Mutter und Tochter (PantherMedia / Dennis Tabler) Wenn über Zecken berichtet wird, könnte man es manchmal mit der Angst zu tun bekommen. Da ist von „Zecken-Alarm“ die Rede oder von „kleinen Blutsaugern“, deren Zahl jährlich steige. Solche Berichte sind mitunter sehr dramatisch und führen oft in die Irre. Denn Zecken können zwar Krankheiten übertragen – aber meist hat ein Zeckenstich keine gesundheitlichen Folgen. Weil Zecken Blut saugen, ist es korrekter von einem Stich und nicht von einem Zeckenbiss zu sprechen.

Wenn es zu Beschwerden kommt, sind diese normalerweise vorübergehend und leicht. Ernsthafte oder bleibende Folgen sind selten. Zudem gibt es verschiedene Möglichkeiten, Zeckenstichen und möglichen Folgeerkrankungen vorzubeugen. Realistisch betrachtet, besteht also nur ein geringes Risiko, dass es durch einen Zeckenstich zu gesundheitlichen Problemen kommt. Dies zu wissen, kann den Umgang mit den winzigen Plagegeistern erleichtern.

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Folgen

Zecken können in Deutschland hauptsächlich zwei Krankheiten übertragen: Die Borreliose (auch Lyme-Borreliose oder Lyme-Krankheit) und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), bei der sich das Gehirn oder die Gehirnhäute entzünden. Eine Ansteckung ist jedoch nur möglich, wenn eine Zecke Träger der entsprechenden Bakterien oder Viren ist – und diese auch weitergibt.

Borreliose tritt deutlich häufiger auf als FSME. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis kommt insgesamt selten vor, in vielen Gebieten sogar gar nicht. Beide Erkrankungen können nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden – das heißt, wer den Erreger hat, ist für andere nicht ansteckend.

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Vorbeugung

Das Risiko für Zeckenstiche hängt stark davon ab, in welcher Gegend sich jemand aufhält und wie sie oder er sich in der Natur verhält. Zum Schutz vor Zecken wird empfohlen, bei Wanderungen durch hohes Gras oder Gebüsch geschlossene Schuhe zu tragen. Auch Kleidung, die möglichst viel Körperfläche bedeckt – also beispielsweise lange Hosen und langärmlige T-Shirts – erschwert es Zecken, sich festzusetzen. Auf heller Kleidung lassen sich Zecken besser erkennen als auf dunkler.

Zecken krabbeln manchmal mehrere Stunden lang am Körper umher, bevor sie stechen. Den Körper bald nach einem Wald- und Wiesenspaziergang nach Zecken abzusuchen und sie zu entfernen, kann einem Stich deshalb wirksam vorbeugen und das Risiko für Borreliose oder FSME deutlich verringern. Kinder denken an so etwas in der Regel nicht und brauchen eine Erinnerung oder praktische Hilfe. Auch als Erwachsener ist es sinnvoll, sich helfen zu lassen – besonders an Stellen, die man selbst nicht sehen kann.

Zeckensprays (Repellents) können laut dem Robert Koch-Institut einen zeitlich begrenzten Schutz vor Zecken bieten. Nach zwei Stunden lässt ihre Wirkung aber nach. Bei längeren Wanderungen müssen die Mittel also wiederholt aufgetragen werden.

Gegen FSME gibt es eine Impfung. Sie kann für Menschen sinnvoll sein, die in Risikogebieten oft im Freien unterwegs sind.

Nicht zuletzt ist es wichtig, nach einem Zeckenstich darauf zu achten, ob sich Beschwerden entwickeln, die auf eine Erkrankung hindeuten könnten und sie dann ärztlich abklären zu lassen.

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