Woraus besteht das Erbgut?
Mit Erbgut ist die DNS gemeint. DNS steht für das fadenförmige Molekül Desoxyribonukleinsäure. Oft wird auch die englische Abkürzung DNA verwendet (engl. = „deoxyribonucleic acid“).
Genauer betrachtet gleicht der DNA-Faden einer verdrillten Strickleiter. Jede Sprosse der Strickleiter besteht aus zwei sogenannten Basen. Es gibt vier unterschiedliche Basen:
- Adenin (A)
- Thymin (T)
- Guanin (G)
- Cytosin (C)
Daher unterscheiden sich die Sprossen voneinander.
Die Abfolge der verschiedenen Sprossen ergibt einen „Buchstaben“-Code. Den nutzt die Zelle als Bauplan, um vor allem Eiweiße (Proteine) herzustellen. Den Abschnitt des Erbguts, der eine bestimmte Information enthält – etwa den Bauplan für ein bestimmtes Protein – nennt man Gen.
Vor einem Gen sitzen in der Regel Abschnitte im Erbgut, die wie Schalter funktionieren – und beispielsweise dafür verantwortlich sind, dass bestimmte Gene nur in Muskelzellen und andere in Leberzellen aktiv sind.
Je nachdem welches Gen abgelesen wird, entsteht ein anderes Protein mit einer spezifischen Aufgabe: Als Enzyme oder Hormone steuern sie bestimmte Vorgänge im Körper. Andere Proteine werden als Baustoffe benötigt oder dienen im Blut als Transportmittel. Auch im Zellkern sind viele Proteine enthalten: Manche unterstützen den Ablesevorgang der DNA, andere geben der DNA Halt.



