Endometriose

Was passiert bei der Menstruation?

Warum es während des Menstruationszyklus einmal im Monat zu einer Blutung kommt, und wie dieser Vorgang gesteuert wird, erklären wir Ihnen in diesem Film. Der Menstruationszyklus dauert durchschnittlich etwa 28 Tage und beginnt mit dem ersten Tag der Monatsblutung. Bei den meisten Frauen hält die Blutung zwischen drei und sieben Tage an. Im Laufe einer Menstruation verliert eine Frau etwa 60 Milliliter Blut. Das entspricht ungefähr einem Drittel eines Bechers.

Warum gibt es überhaupt eine Monatsblutung?

Im Laufe eines Monats bereitet sich die Gebärmutter auf eine mögliche Befruchtung vor: Die Schleimhaut an der Innenwand der Gebärmutter wächst, damit sich eine befruchtete Eizelle in ihr einnisten kann und mit Nährstoffen zum Weiterwachsen versorgt wird. Wenn es nicht zu einer Befruchtung kommt, stirbt dieser Teil der Schleimhaut wieder ab. Die Monatsblutung dient dazu, die Schleimhautreste aus dem Körper zu spülen. Dieser Vorgang wird durch Hormone beeinflusst. Neben den Hormonen der Eierstöcke sind dies Botenstoffe, die im Gehirn und in der Hirnanhangdrüse gebildet werden, wo sie die Regelung übernehmen.

Wie verändert sich die Gebärmutterschleimhaut?

Die Gebärmutterschleimhaut verändert sich im Laufe des Monatszyklus. Man unterscheidet dabei drei Phasen:

  • Nach der Monatsblutung wird die oberste Schicht der Schleimhaut in der sogenannten Wachstumsphase zwischen dem 5. und 15. Tag des Monatszyklus langsam aufgebaut und immer stärker durchblutet.
  • In der Sekretionsphase zwischen dem 16. und 28. Tag ist die Schleimhaut der Gebärmutter komplett aufgebaut und mit Nährstoffen angereichert. Sie ist nun darauf vorbereitet, eine befruchtete Eizelle aufzunehmen und zu ernähren.
  • Hat sich keine Eizelle eingenistet, wird die oberste Schicht der Schleimhaut in der Abstoßungs- und Blutungsphase zwischen dem 1. und 4. Tag des neuen Zyklus mit der Regelblutung abgestoßen. Ein verzweigtes Netz aus kleinen Blutgefäßen sorgt dafür, dass die Schleimhaut der Gebärmutter nach dem Abstoßen durch viele kleine Blutungen an mehreren Stellen aus der Gebärmutter gespült werden kann.

Die Regelblutung setzt jeden Monat ein, wenn eine Frau nicht schwanger geworden ist. Nur nach einer Befruchtung bilden die Eierstöcke Hormone, die die Gebärmutterschleimhaut erhalten. Eine nicht befruchtete Eizelle gelangt entweder durch den Eileiter in die Gebärmutter oder fällt in die Bauchhöhle. Sie geht ein und wird von Zellen des Immunsystems aufgenommen und verdaut.

Der erste Tag der Monatsblutung zeigt an, dass ein Zyklus zu Ende gegangen ist und ein neuer Zyklus beginnt. Um die Schleimhaut und das Blut abzustoßen, ziehen sich die Muskeln der Gebärmutter in unregelmäßigem Rhythmus zusammen und entspannen sich wieder. Dadurch kann sich das Gewebe von der Gebärmutterwand ablösen und durch die Scheide abfließen. Außerdem sorgt das Zusammenziehen der Muskeln dafür, dass die Blutung nicht zu lange anhält.

Probleme bei der Monatsblutung

Wenn sich die Gebärmuttermuskeln während der Menstruation nicht richtig zusammenziehen können, wird die Blutung stärker. Dies kann zum Beispiel passieren, wenn eine gutartige Geschwulst in der Muskulatur sitzt, etwa ein Myom. Oder wenn eine Spirale in der Gebärmutter liegt.
Auch der Mangel an dem Hormon Progesteron kann die Monatsblutung verstärken. Fehlt Progesteron, wird das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut und der kleinen Blutgefäße nicht rechtzeitig gestoppt. Wird die übermäßig dicke Schleimhaut dann abgebaut, blutet es länger und stärker als normal.

Fotos: Thinkstock: www.thinkstockphotos.de
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Aktualisiert am 06. Dezember 2019
Nächste geplante Aktualisierung: 2021

Autoren/Herausgeber:

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

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