Fuß und Knöchel werden zunächst ruhiggestellt, hochgelagert und bei Bedarf gekühlt. Die Ruhigstellung – etwa mit einer Schiene – soll das Gelenk schützen und für einen ungestörten Heilungsprozess sorgen. Wenn sich Knochen verschoben haben oder aus dem Gelenk gerutscht sind, können sie eingerenkt werden. Bandagen, Schienen, Orthesen oder Gipsverbände werden im Allgemeinen etwa sechs Wochen lang getragen.
Nach einiger Zeit kann man beginnen, das Gelenk allmählich wieder zu belasten und zu kräftigen. Wann dazu geraten wird, mit leichten Bewegungsübungen oder Physiotherapie (Krankengymnastik) zu beginnen, hängt vom Ausmaß der Verletzung ab: Manchmal sind leichte Übungen bereits wenige Tage nach dem Unfall oder der Operation möglich – manchmal erst, nachdem die Schiene oder der Gipsverband abgenommen wurde. Da der Fuß anfangs ruhiggestellt wird, können Anti-Thrombose-Spritzen sinnvoll sein. Denn die Ruhigstellung erhöht das Risiko für eine Venenthrombose.
Ein Sprunggelenkbruch muss nicht unbedingt operiert werden. Ob eine Operation nötig ist oder nicht, hängt unter anderem von Folgendem ab:
- wie ausgeprägt der Bruch ist
- an welcher Stelle der Knöchel gebrochen ist
- ob es sich um einen offenen Bruch handelt
- ob Gefäße oder Nerven verletzt sind
- ob sich die Knochenteile gegeneinander verschoben haben
Bei einer Operation können zum Beispiel Schrauben und Platten eingesetzt werden, die die gebrochenen Knochen zusammenhalten. Wenn der Bruch verheilt und die Knochen zusammengewachsen sind, können die Schrauben und Platten je nach Situation wieder entfernt werden.
Auch nach einer Operation wird das Sprunggelenk durch eine Bandage, Schiene oder einen Gipsverband ruhiggestellt. Einige Bandagen und Schienen sind abnehmbar. Dann kann man schon während der Zeit der Ruhigstellung mit leichten Bewegungsübungen beginnen. Bandagen und Schienen zählen als Hilfsmittel.