Sprunggelenkbruch

Auf einen Blick

  • Das Sprunggelenk kann brechen, wenn der Fuß stark umknickt.
  • Außer den Knochen können auch Bänder und Knorpel verletzt sein.
  • Der Fuß schwillt schnell an, schmerzt und man kann nicht mehr auftreten.
  • Als Sofortmaßnahme den Fuß hochlagern und kühlen.
  • Behandelt wird mit Ruhigstellung und Physiotherapie. Eine Operation ist oft nicht nötig.
  • Ein Sprunggelenkbruch verheilt meist gut. Es kann aber Monate dauern, bis der Fuß wieder voll beweglich und belastbar ist.
  • Wenn das Gelenk instabil bleibt, ist das Risiko für ein erneutes Umknicken erhöht.

Einleitung

Foto von jungem Paar während der Pause bei einer Wanderung

Wenn man mit dem Fuß umknickt, kann es zu einer Verstauchung des Sprunggelenks kommen. Das bedeutet, die Muskeln und das weiche Gewebe um das Sprunggelenk – den Knöchel – herum sind verletzt. Manchmal bricht das Sprunggelenk aber auch. Ärztinnen und Ärzte sprechen dann von einer Sprunggelenkfraktur. Dies ist eine ernsthaftere Verletzung, bei der ein oder mehrere Knochen des Sprunggelenks betroffen sein können. Wenn das Sprunggelenk gebrochen ist, sind oft auch die Bänder gerissen und der Knorpel beschädigt. Meist verheilt ein solcher Bruch ohne Probleme – es dauert aber einige Zeit.

Symptome

Bei einem Sprunggelenkbruch schwillt der Fuß an, tut weh und man kann nicht mehr auftreten. Es bilden sich Blutergüsse (Hämatome) und der Fuß lässt sich kaum noch bewegen. Manchmal verschieben sich auch die Knochen, was zu einer Fehlstellung führen kann.

Ursachen

Zu einem Sprunggelenkbruch kommt es meist beim Sport. Der Fuß kann beispielsweise umknicken und brechen, wenn man unglücklich stürzt oder nach einem Sprung schlecht aufsetzt. Das kann aber auch beim Laufen auf unebenem Boden oder durch einen Fehltritt passieren.

Verlauf

Es dauert mehrere Tage oder Wochen, bis die Schwellung abgeklungen ist. Bis sich das Sprunggelenk vollständig von dem Bruch erholt hat, können Monate vergehen. Bis dahin ist der Fuß nur eingeschränkt beweglich und belastbar.

Wenn der Fuß zu schnell wieder belastet wird, kann dies den Heilungsprozess stören, sodass der Knochenbruch nicht richtig verheilt. Dann können erneute Behandlungen notwendig werden. Allerdings kann der Fuß an Beweglichkeit und Kraft verlieren, wenn er zu lange ruhiggestellt bleibt.

Meist verheilt ein Sprunggelenkbruch gut. Als Langzeitfolge kann sich jedoch eine Arthrose entwickeln. Zudem kann das Sprunggelenk instabil bleiben, was das Risiko für ein erneutes Umknicken erhöht.

Die vereinfachte anatomische Grafik zeigt einen Bruch am Innen- und Außenknöchel in der Ansicht von oben.

Diagnose

Zunächst fragt die Ärztin oder der Arzt, wie der Unfall passiert ist, untersucht Fuß und Knöchel und prüft, wie stark die Verletzung ist. Bei Verdacht auf einen Bruch wird das Sprunggelenk geröntgt. Manchmal lässt das Röntgenbild keine eindeutige zu. Dann kommen zur weiteren Abklärung eine ()oder eine Magnetresonanz-Tomografie (, ) infrage. Verletzungen der Bänder und des Gelenkknorpels lassen sich durch eine oft besser erkennen.

Behandlung

Fuß und Knöchel werden zunächst ruhiggestellt, hochgelagert und bei Bedarf gekühlt. Die Ruhigstellung – etwa mit einer Schiene – soll das Gelenk schützen und für einen ungestörten Heilungsprozess sorgen. Wenn sich Knochen verschoben haben oder aus dem Gelenk gerutscht sind, können sie eingerenkt werden. Bandagen, Schienen, Orthesen oder Gipsverbände werden im Allgemeinen etwa sechs Wochen lang getragen.

Nach einiger Zeit kann man beginnen, das Gelenk allmählich wieder zu belasten und zu kräftigen. Wann dazu geraten wird, mit leichten Bewegungsübungen oder Physiotherapie (Krankengymnastik) zu beginnen, hängt vom Ausmaß der Verletzung ab: Manchmal sind leichte Übungen bereits wenige Tage nach dem Unfall oder der Operation möglich – manchmal erst, nachdem die Schiene oder der Gipsverband abgenommen wurde. Da der Fuß anfangs ruhiggestellt wird, können Anti-Thrombose-Spritzen sinnvoll sein. Denn die Ruhigstellung erhöht das Risiko für eine Venenthrombose.

Ein Sprunggelenkbruch muss nicht unbedingt operiert werden. Ob eine Operation nötig ist oder nicht, hängt unter anderem von Folgendem ab:

  • wie ausgeprägt der Bruch ist
  • an welcher Stelle der Knöchel gebrochen ist
  • ob es sich um einen offenen Bruch handelt
  • ob Gefäße oder Nerven verletzt sind
  • ob sich die Knochenteile gegeneinander verschoben haben

Bei einer Operation können zum Beispiel Schrauben und Platten eingesetzt werden, die die gebrochenen Knochen zusammenhalten. Wenn der Bruch verheilt und die Knochen zusammengewachsen sind, können die Schrauben und Platten je nach Situation wieder entfernt werden.

Auch nach einer Operation wird das Sprunggelenk durch eine Bandage, Schiene oder einen Gipsverband ruhiggestellt. Einige Bandagen und Schienen sind abnehmbar. Dann kann man schon während der Zeit der Ruhigstellung mit leichten Bewegungsübungen beginnen. Bandagen und Schienen zählen als Hilfsmittel.

Weitere Informationen

Die hausärztliche Praxis ist meist die erste Anlaufstelle, wenn man krank ist oder bei einem Gesundheitsproblem Rat braucht. Informationen zur Gesundheitsversorgung in Deutschland helfen dabei, sich im Gesundheitssystem zurechtzufinden und eine passende Praxis zu finden. Mit einer Frageliste kann man sich auf das Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt vorbereiten.

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IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.

Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Gesundheitsinformation.de kann das Gespräch mit Fachleuten unterstützen, aber nicht ersetzen. Wir bieten keine individuelle Beratung.

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Aktualisiert am 13. Mai 2026

Nächste geplante Aktualisierung: 2029

Herausgeber:

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

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