Einleitung
Pembrolizumab (Handelsname Keytruda) ist seit November 2025 für Erwachsene mit einem Plattenepithelkarzinom im Kopf-Hals-Bereich zugelassen, wenn die Krebszellen eine bestimmte Veränderung (PD-L1) aufweisen. Der Wirkstoff wird nach einem Behandlungsschema eingesetzt: vor der Operation als Einzeltherapie, nach der Operation mit Radiotherapie mit oder ohne Cisplatin-Therapie und dann folgend wieder als Einzeltherapie.
Zu den Kopf-Hals-Tumoren zählen Karzinome von:
- Mundhöhle
- Rachen
- Kehlkopf
- Nase und Nasennebenhöhlen
- Hals
- Schilddrüse
Meist entwickeln sie sich in der Haut oder Schleimhaut durch eine bösartige Veränderung der oberen Hautzellen ( Plattenepithelkarzinom).
Die Beschwerden können je nach Lage des Krebses sehr unterschiedlich sein. Im Mund treten meist Schwellungen oder Geschwüre auf, während Rachentumoren häufig Schluckbeschwerden verursachen. Ist der Kehlkopf betroffen, können zudem chronische Heiserkeit oder ein Fremdkörpergefühl im Hals auftreten. Ältere Menschen ab 60 Jahre erkranken häufiger.
Manche Kopf-Hals-Tumoren weisen erhöhte Mengen des Proteins PD-L1 auf. Durch dieses Eiweiß wird die körpereigene Abwehr gegen die Tumorzellen geschwächt.
Der Wirkstoff blockiert die Wirkung des vom Tumorgewebe hergestellten PD-L1 und soll so das Tumorwachstum hemmen.