Einleitung

Pembrolizumab (Handelsname Keytruda) ist seit Juni 2017 zur Behandlung des Hodgkin-Lymphoms zugelassen. Es kommt für erwachsene Patientinnen und Patienten infrage, bei denen der Krebs nach einer Stammzelltransplantation und Antikörper-Behandlung mit Brentuximab Vedotin erneut aufgetreten ist oder diese Therapien nicht ausreichend gewirkt haben.

Als Hodgkin-Lymphome werden eine ganze Gruppe von Krebserkrankungen des Lymphsystems bezeichnet, die durch eine unkontrollierte Vermehrung krankhaft veränderter weißer Blutkörperchen (Lymphozyten) entstehen. Diese Lymphozyten können sich über die Lymphgefäße im Körper ausbreiten. Erste Symptome eines Hodgkin-Lymphoms können dauerhaft angeschwollene Lymphknoten sein. Im fortgeschrittenen Stadium kann der Krebs auch Organe wie beispielsweise Leber, Milz oder das Knochenmark befallen.

Pembrolizumab soll das Immunsystem aktivieren, den Krebs zu bekämpfen.

Anwendung

Pembrolizumab wird als Pulver in einer Flüssigkeit gelöst und dann über eine Dauer von 30 Minuten als Infusion in eine Vene gegeben. Der Wirkstoff wird als Infusion alle drei Wochen verabreicht. Die Dosis richtet sich nach dem Körpergewicht. Die Therapie wird beendet, wenn zu starke Nebenwirkungen auftreten oder der Krebs voranschreitet.

Andere Behandlungen

Für Erwachsene mit Hodgkin-Lymphom, bei denen eine Therapie mit Brentuximab Vedotin allein oder mit einer zusätzlichen Stammzelltransplantation nicht ausreichend gewirkt hat, kommt eine individuell angepasste Therapie infrage. Diese hängt unter anderem davon ab, welche Behandlungen bereits versucht wurden. Sie wird durch die Ärztin oder den Arzt angepasst.

Bewertung

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2017 geprüft, ob Pembrolizumab für Personen mit Hodgkin-Lymphom Vor- oder Nachteile im Vergleich zu den Standardtherapien hat.

Um diese Frage zu beantworten, legte der Hersteller jedoch keine geeigneten Daten vor.

Weitere Informationen

Dieser Text fasst die wichtigsten Ergebnisse eines Gutachtens zusammen, das das IQWiG im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) im Rahmen der Frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln erstellt hat. Der G-BA beschließt auf Basis der Gutachten und eingegangener Stellungnahmen über den Zusatznutzen von Pembrolizumab (Keytruda).

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Auf der IQWiG-Plattform „ThemenCheck Medizin“ können Bürgerinnen und Bürger Forschungsfragen stellen. Fachleute werten dann das Wissen zu ausgewählten Themen aus. Die Ergebnisse sollen in künftige Entscheidungen über die Gesundheitsversorgung einfließen.

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