Einleitung
Depemokimab (Handelsname Exdensur) ist seit Februar 2026 für Patientinnen und Patienten mit schwerer chronischer Nasennebenhöhlenentzündung (Rhinosinusitis) mit Nasenpolypen zugelassen. Der Wirkstoff wird als zusätzliche Therapie zusammen mit Kortison-Nasensprays eingesetzt. Er kommt für Patientinnen und Patienten infrage, bei denen die Einnahme von Kortisontabletten oder ein operativer Eingriff nicht ausreichend geholfen haben.
Bei einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung sind die Nasenschleimhaut und die Nasennebenhöhlen durch eine Infektion entzündet. Typische Beschwerden sind eine verstopfte und laufende Nase, ein verminderter Geruchssinn und Schmerzen, insbesondere im Bereich der Nebenhöhlen. Bei manchen Betroffenen treten auch Fieber und Kopfschmerzen auf.
Normalerweise heilt eine akute Rhinosinusitis nach 1 bis 2 Wochen von allein aus. Hält sie länger als drei Monate an, spricht man von einer chronischen Rhinosinusitis. Dann bilden sich manchmal auch Polypen. Das sind gutartige Wucherungen der Schleimhaut in den Nasennebenhöhlen. Sie blockieren die Belüftung der Nasennebenhöhlen zusätzlich und begünstigen dadurch die Ansiedlung von Krankheitserregern.
Depemokimab soll als Langzeittherapie die Entzündung der Schleimhaut und hierdurch das Wachstum der Nasenpolypen verringern, indem es einen entzündungsfördernden Botenstoff hemmt.