Wie wird Diabetes mellitus festgestellt?

Fachleute haben sich international auf bestimmte Blutzuckerwerte geeinigt, ab denen die Diagnose Diabetes gestellt wird. Da der Blutzuckerwert zum Beispiel nach einer Mahlzeit stark ansteigt und dann wieder absinkt, hängt der Grenzwert auch davon ab, wie lange die letzte Mahlzeit zurückliegt.

Nüchternblutzucker

Diese Messung findet zum Beispiel morgens vor dem Frühstück statt. Die Diagnose Diabetes wird gestellt, wenn der Nüchternblutzuckerwert wiederholt über 126 mg/dl liegt (entspricht 7 mMol/L).

Glukosebelastungstest

Wie gut der Körper Zucker verarbeiten kann, lässt sich auch durch einen sogenannten oralen Glukosetoleranztest (oGTT) herausfinden. Dazu trinkt man ein Glas Wasser, in dem 75 Gramm Traubenzucker aufgelöst sind. Danach steigt der Blutzucker an, sollte aber zügig wieder sinken. Die Diagnose Diabetes wird gestellt, wenn der Blutzucker nach zwei Stunden noch über 200 mg/dl liegt (entspricht 11,1 mM/L).

Gelegenheitsmessung

Der Blutzuckerwert wird oft auch mitbestimmt, wenn Blut aus anderen Gründen entnommen wurde. Der Verdacht auf einen Diabetes besteht, wenn bei solchen Gelegenheitsmessungen der Blutzucker über 200 mg/dl liegt (entspricht 11,1 mM/L). In der Regel schlagen Ärztinnen und Ärzte zur Überprüfung dann aber noch die Messung des Nüchternblutzuckers oder einen Glukose-Belastungstest vor.

HbA1c

HbA1c ist ein Teil des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin), an dem Zuckermoleküle anhaften können. Der HbA1c-Wert gibt an, wie hoch der Blutzucker in den letzten drei Monaten im Durchschnitt war. Die Diagnose Diabetes wird gestellt, wenn der HbA1c-Wert über 6,5 % liegt.

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