Wie sind die Nägel aufgebaut?

Finger- und Zehennägel werden von Hautzellen gebildet. Sie zählen deshalb – wie zum Beispiel die Haare – zu den sogenannten Hautanhangsgebilden.

Was man umgangssprachlich als Nagel bezeichnet, nennen Fachleute Nagelplatte. Die Nagelplatte besteht vor allem aus harter Hornsubstanz (Keratin), ist etwa einen halben Millimeter dick und leicht gewölbt.

Der Nagel ist fest mit dem darunterliegenden Nagelbett verwachsen. An der Finger- oder Zehenkuppe trennen sich Nagel und Nagelbett aber, sodass der Nagel frei vorragt. Dadurch kann der Mensch zum Beispiel die Fingernägel als Kratz-Werkzeuge einsetzen. Außerdem sind die Nägel ein wichtiger Bestandteil des Tastsinns.

Die Hautkanten, die den Nagel rechts und links einfassen, heißen Nagelwall. Der untere Hautrand ist der Nagelfalz. Hier wächst eine dünne Hautschicht über den Nagel, die sogenannte Nagelhaut (von „cuticula“, lateinisch: Häutchen).

Wie wachsen die Nägel?

Am Nagelfalz steckt der Nagel in einer Hauttasche. Dieser Bereich wird als Matrix bezeichnet. Wer auf einen Nagel schaut, sieht einen Teil der Matrix als hellen Bogen durch die Nagelplatte durchschimmern. Den hellen Bereich nennen Fachleute aufgrund seiner Halbmondform Nagelmond oder Lunula (lateinisch für „Möndchen“).

In der Matrix entsteht ständig neue Hornsubstanz, die sich an die Nagelplatte anlagert und den Nagel langsam vorschiebt. Fingernägel wachsen pro Monat etwa 3 Millimeter. Zehennägel sind etwas langsamer.

Aumüller G, Aust G, Conrad A, Engele J, Kirsch J. Duale Reihe Anatomie. Stuttgart: Thieme; 2014.

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Erstellt am 07. Februar 2018
Nächste geplante Aktualisierung: 2021

Autoren/Herausgeber:

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

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