Was ist anfallsartiges Herzrasen?

Das anfallsartige Herzrasen ist eine häufige und meist harmlose Herzrhythmusstörung. Es betrifft vor allem jüngere Menschen.

Das Herzrasen fängt ganz plötzlich an: Der Puls kann dabei auf 180 bis 200 Schläge pro Minute hochschnellen - meist aber nur für ein paar Sekunden oder Minuten. Danach schlägt das Herz wieder normal.

Ein gesundes Herz schlägt im Rhythmus seines wichtigsten Taktgebers: dem Sinusknoten im rechten Herzvorhof. In Ruhe sendet er 60 bis 80 Impulse pro Minute, die sich auf beide Vorhöfe ausbreiten.

Der AV-Knoten nimmt jeden einzelnen Impuls auf und gibt ihn an das restliche Reizleitungssystem weiter, das die Kammern erregt.

Beim anfallsartigen Herzrasen ist meistens die Reizleitung im AV-Knoten gestört. Auslöser ist oft ein zusätzlicher Herzschlag.

Anstatt einfach hindurchzufließen, kreist der Impuls jetzt im AV-Knoten herum. Dabei gibt der AV-Knoten viele Impulse kurz hintereinander an die Kammern ab.

Das Herz schlägt plötzlich sehr schnell, bis die kreisende Erregung spontan wieder aufhört.

Das macht sich zum Beispiel als Herzklopfen, Brustschmerzen oder Atemnot bemerkbar. Meistens ist das Herzrasen aber harmlos und erfordert keine Behandlung.

Mehr Informationen finden Sie auf: gesundheitsinformation.de.

Aktualisiert am 03. Juli 2019
Nächste geplante Aktualisierung: 2022

Autoren/Herausgeber:

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

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