Wie funktionieren die Sehnen und Sehnenscheiden?

Durch ein fein aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel von Knochen, Muskeln und Gelenken ist der menschliche Körper stabil und gleichzeitig sehr beweglich. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch die Sehnen und Bänder: Die Sehnen verbinden die Muskeln mit den Knochen und ermöglichen Bewegungen, Bänder geben dem Körper Halt.

Wie sind Sehnen aufgebaut und welche Aufgabe haben sie?

Sehnen bestehen aus Bindegewebe, das viele feste Fasern aus enthält. Dadurch sind Sehnen sehr reißfest, aber nicht sehr dehnbar. Im Vergleich zu Muskeln sind Sehnen auch weniger durchblutet. Sie sind daher anfällig für Überlastungen und heilen deutlich langsamer als andere Körpergewebe.

Die Knochen sind mit den Muskeln verbunden und lassen sich mit ihrer Hilfe bewegen. An manchen Körperstellen ist ein Muskel direkt mit einem Knochen verwachsen. Oft ist am Knochen aber nicht genügend Platz, oder Knochen und Muskel liegen zu weit auseinander. Sehnen dienen dann als platzsparendes Verbindungsstück, das den Muskelzug auch auf einen entfernteren Knochen übertragen kann. An einem Ende haftet die Sehne am Muskel an. Am anderen Ende ist sie in der Knochenhaut oder direkt im Knochen fest verankert.

Grafik: Sehnen verbinden die Muskeln mit den Knochen – am Beispiel des Bizeps

Sehnen verbinden die Muskeln mit den Knochen – am Beispiel des Bizeps

Der medizinische Fachbegriff für Sehne lautet „Tendo“. Bei Erkrankungen der Sehnen spricht man daher von Tendopathien.

Welche Aufgaben haben die Sehnenscheiden?

Manchmal verlaufen Sehnen durch enge Tunnel aus Knochen und Bändern oder sind über Knochenvorsprünge gespannt, zum Beispiel im Handgelenk und am Fuß. An diesen Stellen sind sie oft von Hüllen aus Bindegewebe geschützt, den Sehnenscheiden. Sie sind mit Flüssigkeit gefüllt, damit die Sehnen geschmeidig hindurchgleiten können.

Lippert H. Lehrbuch Anatomie. München: Urban und Fischer; 2017.

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Erstellt am 11. Juli 2018
Nächste geplante Aktualisierung: 2021

Autoren/Herausgeber:

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

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