Wenn Krätze festgestellt wurde, kommt es neben der Behandlung vor allem darauf an, die Parasiten nicht an andere Menschen weiterzugeben. Das bedeutet, auf Sex, Kuscheln und anderen engen Körperkontakt zu verzichten, bis die Behandlung beendet ist. Kurze Berührungen wie Händeschütteln sind aber möglich.
Die Krätze-Behandlung dauert meist nur einen Tag. Fachleute raten aber dazu, sie etwa 7 bis 10 Tage später noch einmal zu wiederholen. Kinder können am Tag nach einer ersten Behandlung wieder in den Kindergarten oder die Schule, Erwachsene zur Arbeit und Betreute wieder in eine Pflegeeinrichtung gehen. Es ist aber wichtig, enge Körperkontakte bis nach der zweiten Behandlung zu vermeiden.
Die Milben werden durch die Therapie in der Regel abgetötet. Um sich nicht gleich wieder anzustecken, zum Beispiel bei der Partnerin oder dem Partner („Ping-Pong-Effekt“), ist es nötig, dass alle Betroffenen und nahen Kontaktpersonen zeitgleich behandelt werden und für mindestens 36 Stunden nach der Behandlung engen Körperkontakt vermeiden. Fachleute empfehlen zudem eine ärztliche Kontrolluntersuchung 2 Wochen nach Abschluss der Therapie. Ist alles in Ordnung, sind keine weiteren Einschränkungen nötig.
In der Regel ist man bereits mehrere Wochen lang ansteckend, bevor sich die Krätzmilben durch Juckreiz und Hautausschlag bemerkbar machen. Deshalb sollten alle Personen informiert und behandelt werden, mit denen man vor der Diagnose sehr engen Körperkontakt hatte oder die im selben Haushalt leben.
Auch nach einer erfolgreichen Behandlung hält der Juckreiz oft noch einige Wochen an. Dann kann es schwerfallen, nicht zu kratzen. Wer sich die Fingernägel möglichst kurz schneidet und sie glatt feilt, kratzt sich die Haut nicht so leicht auf. Manchen Menschen hilft es auch, nachts Bauwollhandschuhe zu tragen.