Secukinumab (Cosentyx) bei Schuppenflechte, wenn andere systemische Therapien erfolglos waren oder nicht geeignet sind

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2015 geprüft, welche Vor- und Nachteile Secukinumab (Handelsname Cosentyx) für Erwachsene mit Schuppenflechte hat. Die folgenden Ergebnisse gelten für Personen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, bei denen eine systemische Therapie ohne ausreichenden Erfolg war oder nicht infrage kommt. Für diesen Vergleich legte der Hersteller die Daten von 311 Patientinnen und Patienten vor, die über einen Zeitraum von 52 Wochen entweder mit dem Wirkstoff Secukinumab oder mit der Standardtherapie Ustekinumab behandelt wurden.

Welche Vorteile hat Secukinumab?

  • Vollständiger Rückgang der Psoriasis: Es gibt einen schwachen Hinweis, dass Secukinumab hier Vorteile hat: Etwa 55 von 100 Personen, die Ustekinumab anwendeten, waren im Laufe der 52-wöchigen Behandlung irgendwann beschwerdefrei. Bei einer Behandlung mit Secukinumab waren es dagegen 70 von 100 Personen. Allerdings ist nicht bekannt, wie lange die Beschwerdefreiheit anhielt.
  • Schmerz, Juckreiz und Schuppung: Die Studie weist darauf hin, dass Secukinumab verglichen mit Ustekinumab bei Personen, die zuvor mit Biologika behandelt wurden, Schmerzen, Juckreiz und Schuppung lindern kann. Bei Personen, die zuvor keine Biologika erhielten, zeigte sich dagegen nach 52 Wochen kein Unterschied zwischen beiden Behandlungsgruppen. Biologika sind Arzneimittel, die aus lebenden Zellen oder Mikroorganismen biotechnologisch hergestellt werden.
  • Lebensqualität: Es gibt Hinweise, dass Secukinumab im Vergleich zu Ustekinumab die Lebensqualität verbessern kann.

Wo zeigte sich kein Unterschied?

  • Allgemeiner Gesundheitszustand: In der Studie zeigte sich kein Unterschied zwischen Secukinumab und Ustekinumab.
  • Schwere Nebenwirkungen und Therapieabbrüche aufgrund von Nebenwirkungen: In beiden Behandlungsgruppen traten bei etwa 3 bis 4 von 100 Teilnehmenden schwere Nebenwirkungen auf. Auch die Zahl der Therapieabbrüche aufgrund von Nebenwirkungen war vergleichbar.
  • Infektionen: Infektionen traten unter beiden Behandlungen vergleichbar häufig auf.