Seborrhoisches Ekzem bei Säuglingen

Foto von Vater und Baby (PantherMedia / Robert Mittermayr) Wenn bei Säuglingen ein seborrhoisches Ekzem auftritt, bilden sich oft auf dem Kopf dicke Schuppen. Beruhigend zu wissen: Für Babys ist das Ekzem harmlos und muss auch nicht behandelt werden.

Bei Erwachsenen kann ein seborrhoisches Ekzem chronisch verlaufen. Die schuppigen Flecken treten dann immer mal wieder auf. Wenn sich das Ekzem allerdings in den ersten Lebensmonaten entwickelt, heilt es meist innerhalb einiger Monate von allein aus und kommt auch nicht wieder.

Wie sieht das seborrhoische Ekzem bei Säuglingen aus?

Bei Säuglingen sind vor allem die fest haftenden, gelblich-fettigen Schuppen auf der Kopfhaut typisch. Dieses Erscheinungsbild wird auch als Gneis bezeichnet – nicht zu verwechseln mit Milchschorf, den entzündlichen, stark juckenden Hautveränderungen bei einer beginnenden Neurodermitis im Kindesalter.

Das seborrhoische Ekzem juckt nicht. Es kann sich aber auf andere Körperteile wie Gesicht, Hals, Hautfalten und Windelbereich ausdehnen. An diesen Stellen zeigt sich das Ekzem auf heller Haut eher als rote Flecken. Bei Kindern mit dunkler Hautfarbe erscheinen die Flecken eher hell. Sie haben auch seltener die dicken Gneis-Schuppen auf der Kopfhaut.

 

Grafik: Seborrhoisches Ekzem der Kopfhaut bei Säuglingen - wie im Text beschriebenSeborrhoisches Ekzem der Kopfhaut bei Säuglingen

Wie verläuft die Erkrankung?

Bei Säuglingen werden die Hautveränderungen meist schon in den ersten drei Lebensmonaten erkennbar. Das Ekzem verschwindet dann von allein wieder – eine Behandlung ist nicht notwendig. Nur selten bleibt es bis zum zweiten Geburtstag bestehen. Bei den meisten Babys heilt es bereits bis zum ersten Geburtstag vollständig und folgenlos ab.

Was können Eltern tun?

Wenn der ganze Kopf des Kindes von dicken Schuppen übersät ist, sorgen sich viele Eltern. Das Ekzem stört die Kinder jedoch nicht, ist nicht ansteckend und verschwindet von selbst wieder. Darauf können Eltern auch hinweisen, falls Dritte das Aussehen ihres Kindes kommentieren oder Angst vor einer übertragbaren Hauterkrankung haben.

Ärztlicher Rat und weitere Informationen über die Hauterkrankung können ebenfalls helfen, gelassen zu bleiben. Die Kinderärztin oder der Kinderarzt kann das Ekzem meist ohne weitere Untersuchungen erkennen.

Wer sein Kind von besonders dicken Schuppenkrusten auf dem Kopf befreien möchte, kann dies zum Beispiel mithilfe von Olivenöl tun: Wenn man die Schuppen über Nacht mit etwas Olivenöl einweicht, lassen sie sich am nächsten Tag mit Babyshampoo abwaschen. Bei nässenden Hautfalten, etwa im Windelbereich, kann Zinkpaste helfen.