Galaktosämie

Die Galaktosämie (galaktos, griech. = aus der Milch; aima, griech. = Blut) ist eine seltene angeborene Stoffwechselstörung, bei der sich zu viel Galaktose im Blut befindet.

Galaktose ist ein Zucker, den man in vielen Lebensmitteln findet, vor allem in der in Milch enthaltenen Laktose (Milchzucker). Laktose ist ein Zweifachzucker und wird im Dünndarm in Glukose (Traubenzucker) und Galaktose gespalten.

Bei der Galaktosämie kann die Galaktose im Körper nicht umgewandelt und zur Energiegewinnung genutzt werden. Dadurch lagern sich der Zucker und einige Abbauprodukte ab und können verschiedene Organe schädigen.

Da Galaktose auch in der Muttermilch enthalten ist, zeigen sich bei Säuglingen mit Galaktosämie die Beschwerden schon in den ersten Lebenstagen. Die Folgen können schnell lebensbedrohlich werden, deswegen gehört in Deutschland ein Bluttest auf Galaktosämie zu den gesetzlich festgelegten Untersuchungen bei Neugeborenen.

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