Fidaxomicin bei Kindern und Jugendlichen mit schwerer oder wiederkehrender Clostridioides-difficile-Infektion

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2020 geprüft, welche Vor- oder Nachteile Fidaxomicin für Kinder und Jugendliche mit einer schweren oder wiederkehrenden Clostridioides-difficile-Infektion im Vergleich zu den Standardtherapien hat.

Der Hersteller legte eine Studie mit 148 Kindern und Jugendlichen im Alter von bis zu 17 Jahren vor. Zu der oben genannten Fragestellung konnten die Daten von 82 Kindern und Jugendlichen ausgewertet werden. Davon erhielten 51 eine Therapie mit Fidaxomicin, 31 wurden mit Vancomycin behandelt.

Einen Monat nach Ende der Behandlung zeigten sich die folgenden Ergebnisse:

Welche Vorteile hat Fidaxomicin?

Heilung: Hier deutet die Studie auf einen Vorteil von Fidaxomicin im Vergleich zu Vancomycin hin. Etwa 73 von 100 Kindern und Jugendlichen, die mit Fidaxomicin behandelt wurden, hatten nach der Therapie keine Clostridioides-difficile-Infektion mehr. In der Vergleichsgruppe mit Vancomycin waren es etwa 39 von 100 Teilnehmenden.

Welche Nachteile hat Fidaxomicin?

Erkrankungen des Nervensystems: Hier deutet die Studie auf einen Nachteil von Fidaxomicin im Vergleich zu Vancomycin hin. Während der Behandlung mit Fidaxomicin hatten 18 von 100 Kindern und Jugendlichen diese Nebenwirkung. In der Vergleichsgruppe mit Vancomycin trat diese Nebenwirkung nicht auf.

Wo zeigte sich kein Unterschied?

Die Studie zeigte keine Unterschiede zwischen den beiden Behandlungsmöglichkeiten in Bezug auf Lebenserwartung, schwere Nebenwirkungen und Therapieabbrüche aufgrund von Nebenwirkungen.

Welche Fragen sind noch offen?

Der Hersteller legte keine verwertbaren Daten zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität vor.